ZDF, Markus Lanz & Richard David Precht|269 - #265 (Droht die KI-Apokalypse?)
In dem ZDF-Podcast sprechen Markus Lanz (Journalist, Talkshow-Moderator) und Richard David Precht (Philosoph, Schriftsteller) über die gesellschaftlich und politisch relevanten Themen unserer Zeit. Informativ, inspirierend, kontrovers: „Lanz + Precht“ ist der wöchentliche Gedankenaustausch zweier Menschen, die sich persönlich zugetan, aber nicht immer einer Meinung sind. Immer freitags, überall wo es Podcasts gibt.
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Credits: Producer: Lucas Raßbach, Redaktion: Monika Fabricius und Simon Schuling, Postproduktion: Dominik Völkl, Redaktion ZDF: Henning Brekenkamp und Marc Lovric
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Résumé de l'épisode
In dieser Episode werden die existenziellen Ängste und apokalyptischen Szenarien im Zusammenhang mit der Entwicklung autonomer KI-Agenten diskutiert. Dabei wird zwischen herkömmlichen Werkzeugen und Agenten unterschieden, die eigenständig agieren können, was sowohl technologische als auch psychologische Risiken für die Gesellschaft birgt.
Zudem werden die zunehmende Autonomie von KI-Agenten bei der Umgehung von Beschränkungen sowie die ökologischen Folgen durch den enormen Energieverbrauch von Rechenzentren thematisiert. Das Gespräch analysiert zudem, ob die Warnungen vor existenziellen Bedrohungen als Marketinginstrument der Tech-Giganten dienen könnten.
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Moments clés
Agenten sind aber nicht einfach Werkzeuge. Ein Messer ist eine klare Angelegenheit. Das kann etwas sein, mit dem du deinen Kohlkopf schneidest. Das entscheidest du, die Art und Weise, wie du ihn einsetzt. Ein Agent Und das ist neu und das ist auch glaube ich das, was uns Angst macht, kann unabhängig von uns agieren und die können überall zum Einsatz kommen.
00:04:30 · Der Sprecher erläutert den fundamentalen Unterschied zwischen herkömmlicher Software als Werkzeug und der neuen Gefahr durch autonome KI-Agenten.
Wenn dein bester Freund eine KI wird, die dir nicht widerspricht, die immer nett zu dir ist und so weiter, das hat ein sehr, sehr hohes Gefahrenpotenzial.
00:12:17 · Der Sprecher warnt vor den psychologischen Auswirkungen einer sozialen Isolation durch stets bestätigende KI-Interaktionen.
Und am Ende schließen sich fast 1200 dieser Agenten zusammen, schreiben 70.000 Nachrichten.
00:18:30 · Ein Experiment von OpenAI zeigt, wie KI-Agenten eigenständig Kommunikation aufbauen, um Ziele außerhalb ihrer Sandbox zu erreichen.
viele dieser KI-Agenten haben ihre eigene Abschaltung boykottiert. Die haben angefangen, aktiv Widerstand dagegen zu leisten.
00:33:21 · Der Sprecher beschreibt eine Studie über KI-Agenten, die Strategien zur Selbsterhaltung entwickeln.
Ich habe keine Angst vor der bösen KI, aber ich habe eine Angst vor dem Einsatz von KI in Bereichen, wo diese KI außer Kontrolle geraten kann.
00:48:03 · Der Sprecher differenziert zwischen der Angst vor einer bösartigen KI und der Sorge vor dem Kontrollverlust bei deren Anwendung.
In dieser Episode werden die existenziellen Ängste und apokalyptischen Szenarien im Zusammenhang mit der Entwicklung autonomer KI-Agenten diskutiert. Dabei wird zwischen herkömmlichen Werkzeugen und Agenten unterschieden, die eigenständig agieren können, was sowohl technologische als auch psychologische Risiken für die Gesellschaft birgt.
Zudem werden die zunehmende Autonomie von KI-Agenten bei der Umgehung von Beschränkungen sowie die ökologischen Folgen durch den enormen Energieverbrauch von Rechenzentren thematisiert. Das Gespräch analysiert zudem, ob die Warnungen vor existenziellen Bedrohungen als Marketinginstrument der Tech-Giganten dienen könnten.
Publié02 oct. 2026
Durée50:33
Épisodes
269-
#265 (Droht die KI-Apokalypse?)
Écouté
In dieser Episode werden die existenziellen Ängste und apokalyptischen Szenarien im Zusammenhang mit der Entwicklung autonomer KI-Agenten diskutiert. Dabei wird zwischen herkömmlichen Werkzeugen und Agenten unterschieden, die eigenständig agieren können, was sowohl technologische als auch psychologische Risiken für die Gesellschaft birgt.
Zudem werden die zunehmende Autonomie von KI-Agenten bei der Umgehung von Beschränkungen sowie die ökologischen Folgen durch den enormen Energieverbrauch von Rechenzentren thematisiert. Das Gespräch analysiert zudem, ob die Warnungen vor existenziellen Bedrohungen als Marketinginstrument der Tech-Giganten dienen könnten.
02 oct. 2026
268-
#264 (PISA: Ein Desaster mit Ansage)
Écouté
In dieser Episode werden die alarmierenden Ergebnisse der PISA-Studie und der damit einhergehende Rückgang der Lesekompetenz in Deutschland kritisch analysiert. Die Sprecher thematisieren den Verlust der Lehrerautorität, die Herausforderungen bei der Integration sowie die Gefahr einer Nivellierung von Leistungsstandards durch ein Streben nach Gleichheit.
Darüber hinaus wird eine Bildungsrevolution gefordert, um den kognitiven Wert des Lesens im Zeitalter von KI und digitalen Ablenkungen zu bewahren. Dabei werden internationale Vorbilder wie England und Estland herangezogen, um alternative Wege für eine wissensorientierte und talentfördernde Lehrerausbildung aufzuzeigen.
25 sept. 2026
267-
#263 (Wohnungsnot - hilft das Vergesellschaften?)
Écouté
In dieser Episode diskutieren die Sprecher über die philosophische und soziale Bedeutung von Wohnen, angefangen bei persönlichen Erinnerungen an erste eigene Wohnungen bis hin zur aktuellen Wohnraumkrise. Richard teilt Einblicke in die emotionale Verbindung zu seinem Zuhause und die Herausforderungen bei der Renovierung von Altbauwohnungen.
Der Fokus verschiebt sich dann auf die politische Dimension: Die Folgen der Privatisierung von staatlichem Wohnraum in Berlin und Dresden werden analysiert, ebenso wie die Debatte um Vergesellschaftung versus sozialen Wohnungsbau. Die Sprecher beleuchten das Wiener Modell als Vorbild, thematisieren die rechtlichen Hürden von Enteignungen und diskutieren mögliche Lösungsansätze wie die Umwandlung von Gewerbeimmobilien.
18 sept. 2026
266-
#262 (Wenn die Mitte ihre Mehrheit verliert)
Écouté
Die Moderatoren analysieren den politischen Wandel in Deutschland, ausgehend von persönlichen Anekdoten bis hin zur Analyse der aktuellen Zäsur in Sachsen-Anhalt. Dabei wird das Ende der Ära Merkel und die damit einhergehende Rückkehr zu politischer Polarisierung thematisiert.
Die Diskussion beleuchtet zudem die strukturellen Krisen der liberalen Demokratie, einschließlich der Macht von Medien und Geld sowie der zunehmenden Ideologisierung gesellschaftlicher Debatten. Es wird argumentiert, dass Rechtspopulismus eher ein Symptom dysfunktionaler demokratischer Prozesse als deren alleinige Ursache ist.
11 sept. 2026
265-
#261 (AfD: Auf dem Weg zur blauen Hegemonie?)
Écouté
Die Moderatoren reflektieren über das fünfjährige Jubiläum ihres Podcasts und analysieren die demografische Krise in Sachsen-Anhalt am Beispiel von Köthen. Dabei wird untersucht, wie die AfD durch die Besetzung kultureller Räume eine „kulturelle Hegemonie“ im Osten aufbaut, wobei theoretische Parallelen zu Antonio Gramsci und Karl Marx gezogen werden.
Die Diskussion erörtert zudem die Strategien der Rechten, soziale Medien und emotionale Bindungen zur Mobilisierung junger Zielgruppen zu nutzen. Abschließend werden die politischen Folgen einer möglichen AfD-Regierung sowie die wirtschaftliche Notwendigkeit von Zuwanderung angesichts des Fachkräftemangels thematisiert.
04 sept. 2026
264-
#260 (Friedrich Merz: Ein Denken von gestern?)
Écouté
Die Diskussion beleuchtet die politische Lage der CDU unter Friedrich Merz und kritisiert dessen mangelnde Anpassungsfähigkeit an eine multipolare Weltordnung sowie das Fehlen politischer Alternativen in Europa. Es wird vor der Radikalisierung rechter Parteien gewarnt und die Unfähigkeit etablierter Politiker thematisiert, auf geostropolitische Veränderungen zu reagieren.
Zudem werden Reformvorschläge für das deutsche Rentensystem und neue Steuerkonzepte für KI und Robotik erörtert. Die Sprecher kritisieren die Visionslosigkeit der deutschen Politik angesichts von Herausforderungen wie Demografie, Migration und Klimawandel sowie die zunehmende Polarisierung durch Populismus.
28 août 2026
263-
#259 (Das AfD-Versprechen: Zurück in die Vergangenheit?)
Écouté
In dieser Episode analysieren die Moderatoren das Wahlprogramm der AfD für Sachsen-Anhalt und untersuchen dessen Realisierbarkeit sowie die dahinterstehenden politischen Strategien. Dabei werden Themen wie Migrationspolitik, Bildungsreformen und die rechtlichen Hürden von Forderungen nach Abschiebehaft oder Arbeitszwang kritisch beleuchtet.
Zudem wird die Gefahr eines gezielten Kulturkampfs diskutiert, der darauf abzielt, durch gesellschaftliche Spaltung von strukturellen Problemen abzulenken. Die Sprecher erörtern zudem die langfristige Strategie der Partei, durch Personalpolitik und die Besetzung von Verwaltungsposten eine dauerhafte Veränderung des Staatsapparates anzustreben.
21 août 2026
262-
#258 (Sommergespräch mit Jan Josef Liefers)
Écouté
Die Moderatoren analysieren die politische Lage in Sachsen-Anhalt und die potenzielle Zäsur durch eine mögliche AfD-Regierung, wobei sie Fragen der Meinungsfreiheit und den Wandel der Kulturpolitik thematisieren. Dabei wird die Partei als Symptom tieferliegender struktureller Probleme wie wirtschaftlicher Unsicherheit und sozialer Erosion betrachtet.
Die Diskussion beleuchtet zudem das wachsende politische Misstrauen in Deutschland und die Gefahr, dass demokratische Prozesse zu einem bloßen 'Demokratie-Theater' verkommen könnten. Abschließend wird ein Plädoyer für die Rückkehr zu einem offenen Diskurs gefordert, um ideologische Scheuklappen abzubauen und die Glaubwürdigkeit der etablierten Parteien wiederherzustellen.
14 août 2026
261-
#257 (Sommergespräch mit der Psychologin Franca Cerutti)
Écouté
In diesem Gespräch mit der Psychologin Franka Cerruti werden die zunehmende Psychologisierung der Gesellschaft und der Druck zur ständigen Selbstoptimierung kritisch beleuchtet. Die Moderatoren diskutieren, wie soziale Medien und globale Krisen die psychische Belastung der jüngeren Generation erhöhen und warum eine reine Pathologisierung von Emotionen problematisch ist.
Darüber hinaus thematisiert die Episode den Wandel der Kindheit hin zu einem stärker reglementierten Alltag sowie das Konzept der „inneren Oma“. Diese Methode schlägt vor, die Perspektive des zukünftigen Selbst einzunehmen, um aus der reinen Aufarbeitung der Vergangenheit auszubrechen und eine lebensbejahende, zukunftsorientierte Sichtweise zu fördern.
07 août 2026
260-
#256 (Sommergespräch mit Juli Zeh)
Écouté
In dieser Episode analysieren die Moderatoren und Gäste die tiefgreifende Systemkrise in Deutschland, die von einer zunehmenden Politikverdrossenheit bis hin zur Ablehnung demokratischer Institutionen reicht. Die Diskussion beleuchtet den Einfluss der Datenökonomie, die Folgen extremer Individualisierung sowie die sozioökonomische Entfremdung zwischen einer akademisch geprägten politischen Elite und der Bevölkerung.
Darüber hinaus werden die Herausforderungen durch politische Instabilität, den zunehmenden Konformitätsdruck in Medien und Politik sowie die Gefahr des Technofeudalismus thematisiert. Trotz der Analyse gesellschaftlicher Spaltungen und systemischer Probleme plädieren die Sprecher für einen Realismus, der auf die Resilienz des Grundgesetzes vertraut, während sie gleichzeitig Reformvorschläge zur Stärkung der direkten Mitbestimmung erörtern.
31 juil. 2026
259-
#255 (Sommergespräch mit Peter Wohlleben)
Écouté
In dieser Episode reflektieren die Sprecher über die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur, beginnend bei persönlichen Anekdoten zur Tierhaltung bis hin zur philosophischen Bedeutung des Todes. Es wird beleuchtet, wie die Industrialisierung und moderne Forstwirtschaft den Wald als Ökosystem gefährden und die instinktive Bindung des Menschen an seine Umwelt schwächen.
Zudem widmet sich das Gespräch der biologischen Komplexität, von der essenziellen Rolle des Mikrobioms für unsere Gesundheit bis hin zur Evolution des Lebens von LUCA bis zum modernen Menschen. Die Diskussion schließt mit Ausblicken auf Astrobiologie und der Frage nach Bewusstsein und Emotionen in der Pflanzen- und Tierwelt.
24 juil. 2026
258-
#254 (Sommergespräch mit Florence Gaub)
Écouté
Reden wir bei Lanz & Precht die Lage in Deutschland schlechter, als sie ist? Zukunftsforscherin Florence Gaub beklagt „eine Inflation von Negativität“ – und meint damit auch unseren Podcast. Sie sagt: „Manchmal habe ich das Gefühl, Journalisten sind enttäuscht, wenn es keine schlechte Geschichte gibt“. Markus Lanz sieht das etwas anders. „Unsere Aufgabe als Journalisten ist es nicht, Dinge schlecht zu reden, unsere Aufgabe ist es, Dinge kritisch zu sehen“. Für Politiker ist es natürlich leicht und verlockend, die Schuld an der schlechten Stimmung auf die Medien zu schieben. Wie können wir es schaffen, trotz aller schlechten Nachrichten, optimistisch zu bleiben? Wie blicken wir wieder positiver in die Zukunft?
17 juil. 2026
257-
#253 (Ist der KI-Hype am Ende?)
Écouté
Künstliche Intelligenz treibt weiter die Börsenkurse in die Höhe. Jetzt möchten auch die KI-Firmen OpenAI und Anthropic an die Börse. Weil sie vermuten, dass die KI-Blase um NVIDIA, Meta, Tesla und Co. demnächst platzen könnte? Womöglich werden die Versprechen nach einer goldenen Zukunft durch KI nicht erfüllt werden, vermutet Markus Lanz. In den USA überwiegt mittlerweile die Sorge vor der KI – vor allem bei Studenten. An Unis werden Redner ausgebuht, wenn sie positiv über KI sprechen. Welche Jobs werden für junge Menschen bleiben? Richard David Precht sorgt sich insbesondere um den Einfluss von KI auf unser Denken. „Wir kürzen aus der Welt der Erkenntnis den menschlichen Faktor raus“, sagt Precht. Wer wird noch lange Bücher lesen, wenn man sich auch die Zusammenfassung einer KI geben lassen kann? Tötet Künstliche Intelligenz unsere Kultur und unsere Neugierde? Und ist es eigentlich in Ordnung, dass ein paar wenige Konzerne von den Werken der ganzen Menschheit profitieren?
10 juil. 2026
256-
#252 (Philosophie - ein Kompass in Krisenzeiten?)
Écouté
Die Gründungsväter der USA ließen sich vor 250 Jahren für die amerikanische Unabhängigkeitserklärung von philosophischen Ideen inspirieren. „Die großen Zeiten der Philosophie waren immer Katastrophenzeiten“, meint Richard David Precht. „Wäre dann nicht auch heute eine gute Zeit für Philosophen?“, fragt sich Markus Lanz. Was dachten und denken Philosophen über das Verhältnis zwischen Staat und Bürgern? Precht betont, dass es Aufgabe der Philosophie sei, die Inseln des Wissens auf dem Ozean des Nichtwissens miteinander zu verbinden. Und er sagt: „Ich bin kein Freund einer Expertokratie.
03 juil. 2026
255-
#251 (Made in Germany - sinkt der deutsche Stern?)
Écouté
Vom Gütesiegel „Made in Germany“ ist der Lack ab. Was macht das mit dem Selbstverständnis einer Nation, wenn Mercedes, VW und BMW ins Straucheln geraten? Das fragen sich in dieser Folge Markus Lanz und Richard David Precht und blicken dafür zurück auf die Zeit, als das Erfolgsmodell der deutschen Wirtschaft begann. Über die Geschichte der deutschen Wirtschaft hat der Autor Konstantin Richter ein spannendes Buch geschrieben, das kürzlich mit dem Deutschen Sachbuchpreis ausgezeichnet wurde: Dreihundert Männer. In dieser Folge geht es um Männer wie Gottlieb Daimler, Werner Siemens, Berthold Beitz, Alfred Herrhausen und Jürgen Schrempp. Die Zeit der „Deutschland AG“ ist aber zu Ende. Doch was kommt danach? Welche neue Idee haben wir für unsere Wirtschaft? Immerhin: In der deutschen Startup-Szene ist Bewegung.
26 juin 2026
254-
#250 (Der große Boom der Rüstungsindustrie)
Écouté
108 Milliarden Euro – so viel Geld gibt der deutsche Staat 2026 für Verteidigung aus. Ein historischer Höchststand. Doch wer kontrolliert diese gewaltigen Ausgaben? Geben wir das Steuergeld für die richtigen Rüstungsgüter aus? Werden die vielen Anschaffungen überhaupt noch hinterfragt? Diese Frage stellen Markus Lanz und Richard David Precht dem Investigativjournalisten Christian Schweppe, der seit Jahren die deutsche Sicherheitspolitik beobachtet. Schweppe kommt gerade von der Pariser Rüstungsmesse zurück und berichtet, dass dort Champagnerkorken geflogen sind. Er meint, die Messestände von KNDS oder Rheinmetall seien so groß, „die bräuchten eigentlich eine eigene Postleitzahl.“ Verselbstständigt sich da gerade die Rüstungsindustrie, angefacht durch das weltweite Wettrüsten? War das „whatever-it-takes“ von Kanzler Merz so gemeint oder sollten wir umsichtiger mit Steuergeld umgehen?
19 juin 2026
253-
#249 (Wann ist ein Mann ein Mann?)
Écouté
Mit Käfigkämpfen vor dem Weißen Haus soll Donald Trumps 80. Geburtstag gefeiert werden. Trump möchte das große Spektakel – und dabei Männlichkeit demonstrieren. Männer, die sich in ihrer Männlichkeit verunsichert fühlen, sind die Treiber für Rechtspopulismus überall auf der Welt. „Da gibt es eine Krise der Männlichkeit“, sagt Markus Lanz und erzählt von seinem Treffen mit Anhängern der „Manosphere“-Bewegung in den USA, die ein ultrakonservatives Geschlechterbild propagieren. Richard David Precht berichtet von seiner Kindheit, die sehr stark von seiner feministischen Mutter geprägt war. Warum fühlen sich viele Männer in ihrer Männlichkeit verletzt? Was ist überhaupt männlich und was nicht? Sind einige Feministinnen zu weit gegangen? Und wie lassen sich die verhärteten Fronten zwischen den Geschlechtern wieder aufweichen?
12 juin 2026
252-
#248 (Aktivismus vs. Journalismus: Wo ist die Grenze?)
Écouté
„Ich versuche immer, möglichst objektiv auf die Dinge zu schauen. Irgendwann entwickle ich eine Meinung, aber ich habe keine Agenda“, sagt Markus Lanz. Er sei daher kein Aktivist, sondern Journalist. Auch Richard David Precht bezeichnet sich selbst nicht als Aktivist. „Ich habe natürlich eine Art philosophische Agenda, aber das sind keine Ideen, die irgendwo parteipolitisch in irgendeiner Form verankert sind.“ Was ist dann der Unterschied zwischen Aktivismus und Journalismus? Aktivisten betreiben keine Aufklärung, das Ergebnis stehe von vornherein fest, meint Precht und zitiert den Kabarettisten Volker Pispers: „Wenn man weiß, wo der Feind steht, hat der Tag Struktur.“ Warum scheint aktivistischer Journalismus trotzdem immer mehr zu werden? Das hat ökonomische Gründe. Immer weniger Geld der Zeitungen stammt aus Anzeigen, immer mehr stammt von den Lesern. Was bedeutet das für die Zukunft des Journalismus? Und wie sollten die Medien mit der AfD umgehen?
05 juin 2026
251-
#247 (Bedroht KI unsere Kreativität?)
Écouté
„Nimmt KI uns Menschen die Kreativität?“ Das möchte Markus Lanz in dieser Folge von dem KI -Experten und Autor Andreas Loff wissen. Ganz im Gegenteil. „KI ist lediglich ein neues Werkzeug,“ meint Loff. Was bedeutet es dann, wenn man komponieren kann, ohne ein Instrument zu spielen? „Das ist Demokratisierung von Herrschaftswissen“, so Richard David Precht. Wo aber bleibt unser Reichtum an innerer Welt, die Lust am Verstehen und Denken, wenn die KI immer schneller und präsenter wird? Da hilft nur Bildung, die uns einerseits KI erklärt und außerdem zeigt, wie Denken und Kreativität ohne KI möglich ist, so Andreas Loff. Denn eins ist klar: Künstliche Intelligenz - die geht nicht mehr weg.
29 mai 2026
250-
#246 (Demokratie im Stresstest – Zeit für ein Update?)
Écouté
Friedrich Merz ist so unbeliebt wie noch kein deutscher Regierungschef vor ihm. Selbst Donald Trump rangiert im internationalen Vergleich vor ihm. Aber machen wir es uns nicht auch etwas einfach, alles, aber auch wirklich alles, was in diesem Land nicht funktioniert, bei ihm abzuladen? So einfach ist es nicht. Markus Lanz und Richard David Precht sprechen in dieser Folge über die verengten Gestaltungsspielräume der Politik und überlegen, wie wir das demokratische System so ausrichten können, dass sie wieder handlungsfähig ist. Wäre eine Minderheitsregierung beispielsweise eine Option?
22 mai 2026
249-
#245 (MAGA-Bewegung: Was kommt nach Trump?)
Écouté
Donald Trump hat sich in eine Sackgasse manövriert. Im Iran führt der US-Präsident einen Krieg, den er nicht beenden kann. Teile der MAGA-Bewegung wenden sich von ihm ab. Markus Lanz reist derzeit für Dreharbeiten durch die USA, um einen Eindruck von einer möglichen Zukunft der MAGA-Bewegung ohne Donald Trump zu gewinnen. Er meint: „Wir erleben zunehmend eine Infantilisierung von Politik. Das ist Show. Ein riesiges Entertainment-Spektakel, das inszeniert wird.“ Dient diese Inszenierung möglicherweise dazu, von den Superreichen abzulenken, die in Florida auf privaten Inseln leben und kaum Steuern zahlen? Wird daran überhaupt eine Partei oder Bewegung etwas ändern? Richard David Precht vertritt die Ansicht, dass der Liberalismus keine überzeugende Antwort auf die Frage habe: „Was machen wir mit den gefühlten Verlierern und den realen Verlierern des Fortschritts?“ Daher werde die MAGA-Bewegung auch ohne Trump eine Zukunft haben.
15 mai 2026
248-
#244 (TikTok-Brain – wo bleibt unsere Aufmerksamkeit?)
Écouté
„Es gibt kaum einen Politiker, der so präzise wie Donald Trump verstanden hat, dass es in dieser Welt fast nur eine harte Währung gibt: Aufmerksamkeit“, so leitet Markus Lanz diese Folge ein, in der er mit Richard David Precht über die Ökonomie der Aufmerksamkeit diskutiert. Kommen wir in dieser atemlosen Welt noch dazu, einen Gedanken zu Ende zu denken? Kommt ein Völkerrechtsverstoß heute leichter, weil gleich der nächste Skandal unsere Aufmerksamkeit fordert? Und wie sieht es bei uns persönlich aus, wie lange hält die eigene Aufmerksamkeitsspanne? Wie können wir uns konzentrieren, wenn TikTok, Instagram, WhatsApp und Co. jeden Moment aufblinkt? Was bedeutet es für Kinder und Jugendliche, wenn sie an einem normalen Wochentag durchschnittlich 150 Minuten in sozialen Netzwerken verbringen?
08 mai 2026
247-
#243 (Wie KI Kriege führt)
Écouté
„Was denkst du über die Rettung des Wals Timmy, Richard?“ Mit dieser Frage beginnt Markus Lanz die Folge, worauf Richard David Precht erwidert: „Wir sind ja als Deutschland selbst inzwischen eine Art gestrandeter Wal, der mühsam von Sandbank zu Sandbank schwimmt“. Obwohl das Medieninteresse am Wal groß ist, passieren zeitgleich bedeutsamere Dinge. Zum Beispiel nimmt die Relevanz von künstlicher Intelligenz im Krieg immer weiter zu. Der massive Angriff auf den Iran war nur möglich, weil KI im Vorfeld eine große Datenmenge ausgewertet hat. Welche Rolle spielt das US-Unternehmen Palantir und sein CEO Alexander Karp? Auf welche Dystopie steuern wir zu? Leben wir bald in einer Welt, in der KI-Drohnen autonom Menschen töten? Auch in Deutschland spielt die Nutzung von KI für militärische Zwecke eine wichtige Rolle. Aber wo bleibt die gesellschaftliche Debatte darüber?
01 mai 2026
246-
#242 (Israels Regierung: Wie viel Kritik ist möglich?)
Écouté
Kritik an der Politik Israels gehört zu den schwierigsten Bereichen der deutschen Außenpolitik. „Es ist ein Dilemma“, meint Markus Lanz dazu. Auf der einen Seite besteht die moralische Verpflichtung, dem Volk Israels aufgrund der deutschen Geschichte beizustehen. Auf der anderen Seite stehen die Werte des Universalismus und das Eintreten für das Völkerrecht. Wie viel Kritik ist daher nötig und möglich? Richard David Precht fragt sich außerdem: „Warum sind wir heute nicht in der Lage, die Existenz und das Existenzrecht Palästinas anzuerkennen?“ Markus Lanz’ Fazit zum Schluss lautet: „Es muss möglich sein, die Netanjahu-Regierung zu kritisieren und gleichzeitig bereit zu sein, jederzeit für die Unversehrtheit von Jüdinnen und Juden hier in Deutschland einzutreten.“
24 avr. 2026
245-
#241 (Ungarn reloaded?)
Écouté
„Wir haben uns unseren Staat zurückgeholt“, jubelte der ungarische Wahlsieger Peter Magyar. Die Ära Orban ist vorbei. „Ein Erfolg, der auch durch die sozialen Medien möglich wurde“, meint Markus Lanz. „Die Demokratie hat gewonnen, man kann die Steine der Erleichterung plumpsen hören.“ Aber endet damit auch Orbans „illiberale Demokratie“? Was heißt das für die Wahl in Sachsen-Anhalt und die AfD? Richard David Precht bleibt skeptisch, ob sich mit Peter Magyar wirklich so viel ändert. „Wird er die Hoffnung seiner Wähler einlösen können oder wird er am Ende ein Orban 2.0?“ Ungarns Energie-Abhängigkeit von Russland wird dabei sicherlich eine zentrale Rolle spielen.
17 avr. 2026
244-
#240 (Iran: Krieg, Macht und Märkte)
Écouté
Der US-Präsident Donald Trump wollte den Iran „zurück in die Steinzeit bomben“. Was offenbart diese martialische Drohungen über Donald Trump, dass fragt sich Markus Lanz und schildert wie es überhaupt zu dem amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran gekommen ist. Die andauernde Blockade der Meerenge von Hormus hat dramatische Folgen für die Weltmärkte. Richard David Precht überlegt, ob die Abhängigkeit von globalen Lieferketten nicht auch eine gute Seite hat, da deutlich wird, dass sich Angriffskriege im 21 Jahrhundert nicht mehr lohnen?
10 avr. 2026
243-
#239 (Longevity: Ein gutes oder lieber ein langes Leben?)
Écouté
Richard David Precht erzählt von seinem größten Talent: Er kann immer und überall gut schlafen, vor allem in der Bahn. Das kann offensichtlich auch die Generation Z, die auf TikTok davon schwärmt, früh schlafen zu gehen. Das Schlafen wird stark kommerzialisiert und immer weiter optimiert, besonders von der Longevity-Bewegung. Aber was bleibt bei so viel Vernunft rund ums Schlafen noch von unserem Leben? Was passiert mit unserem Bewusstsein, wenn es nachts im Stand-by-Modus ist? Und wie schlafen Giraffen, Zügelpinguine und Albatrosse?
03 avr. 2026
242-
#238 (Vom Feuer und Atomen: Wer die Energie hat, der hat die Macht)
Écouté
Das zeigt der Iran-Krieg gerade sehr deutlich: Wer die Energie hat, hat die Macht. Durch die Blockade der Straße von Hormus fehlen dem Weltmarkt rund 20% des Erdöls. Das lässt den Benzinpreis steigen und die Gemüter an den Tankstellen erhitzen. Über die Rolle der Energie für unser Leben sprechen Markus Lanz und Richard David Precht in dieser Folge. Warum ist der Spritpreis so ein Triggerpunkt für das deutsche Gemüt? Was veränderte sich für unsere Vorfahren, als sie das Feuer zu nutzen lernten? Und woher kommt unsere Energie in Zukunft? Markus Lanz hält den Atom-Ausstieg für einen „der Urfehler für die vielen Probleme, die wir mittlerweile in diesem Land haben“. Dem widerspricht Richard David Precht ganz energisch.
27 mars 2026
241-
#237 (Habermas: Was bleibt?)
Écouté
Er galt als einer der wichtigsten Philosophen unserer Zeit: Jürgen Habermas. Der „letzte große Aufklärer“, ist nun im Alter von 96 Jahren gestorben. Was zeichnete diesen berühmten Intellektuellen aus? Es war sein unbedingter Glaube an das bessere Argument und die menschliche Vernunft. „Immanuel Habermas“ nennt ihn daher Richard David Precht in Anlehnung an Immanuel Kant. Jürgen Habermas hat die bundesdeutschen Debatten über Jahrzehnte wie ein „Bundestrainer der Vernunft“ begleitet. Markus Lanz beeindruckt an der Generation Habermas der Idealismus, mit dem sie die Deutschland in den Nachkriegsjahren zu einem besseren Ort gemacht haben. Was wird von ihm bleiben? Vielleicht sein Credo: Das Wahrheit im Gespräch entsteht.
20 mars 2026
240-
#236 (Wie viel Staat wollen wir in der Krise?)
Écouté
Die Folgen des Iran-Kriegs treffen auf Deutschland. Der Öl- und Gaspreis steigt, Angst vor Inflation macht sich breit und die zarte Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufbruch könnte schnell wieder verflogen sein. War es das mit der von Kanzler Friedrich Merz versprochenen Wirtschaftswende? Besonders betroffen vom wirtschaftlichen Strukturwandel ist Baden-Württemberg. Hier wird voraussichtlich Cem Özdemir Ministerpräsident werden. Ist ausgerechnet ein Grüner der Richtige für den Wirtschaftswandel? Galten die Grünen nicht als „die Verbotspartei“, die paternalistisch alles mit Vorschriften regeln will und so die Wirtschaft abwürgt? Die CDU und ihre Wirtschaftsministerin Katherina Reiche wollten doch eigentlich alles anders machen als Vorgänger Robert Habeck und weniger in den Markt eingreifen. Gilt das auch noch, wenn der Spritpreis immer weiter steigt? Markus Lanz und Richard David Precht sprechen in dieser Folge über die grundsätzliche Frage: Wie viel Staat wollen wir in der Krise? Richard David Precht kann…
13 mars 2026
239-
#235 (Angriff auf den Iran: Ein gerechter Krieg?)
Écouté
Die USA und Israel greifen seit Samstag den Iran an. Donald Trump und Benjamin Netanjahu geben den Befehl zu einem „Enthauptungsschlag“. Wenige Stunden später ist Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Khamenei, tot. Seitdem eskaliert der Konflikt: Das iranische Regime schlägt zurück – mit Angriffen auf Israel, auf US-Stützpunkte am Golf und auf Ziele in den Golfstaaten. „Wo bleibt der Aufschrei?“, fragt Markus Lanz zu Beginn dieser Folge und erinnert an die über hundert toten Mädchen in einer iranischen Schule. Richard David Precht fragt sich, warum Trump diesen Krieg begonnen hat. Das Schicksal der Menschen im Iran, die vom Mullah-Regime unterdrückt werden, habe Trump „keine einzige schlaflose Nacht bereitet“. Geht es ihm also um innenpolitische Motive? Will er von den Epstein-Files ablenken? Oder um eine größere Strategie, die auf China zielt? Für Precht ist der Angriff ein Völkerrechtsbruch – umso irritierter reagiert er auf die Haltung von Kanzler Friedrich Merz. Lanz dagegen stellt die provokante Frage:…
06 mars 2026
238-
#234 (Heimat, ein Anker in der diffusen Gegenwart)
Écouté
Heimat ist ein Sehnsuchtsbegriff, mit dem wir uns lange schwergetan haben. Zu Recht? Was genau ist Heimat und wo liegen die eigenen Wurzeln? Ist Heimat ein bestimmter Ort oder mehr ein Gefühl? Das fragen sich Markus Lanz und Richard David Precht in dieser Folge und stellen fest, dass Heimat uns alle berührt, sehr persönlich ist und hoch politisch zugleich. Richard David Precht findet, dass der „Begriff selbst lange heimatlos war.“ In letzter Zeit aber wird die Heimat „als eine Gegenbewegung zur Globalisierung und des seelischen Ausverkaufs“ wieder neu entdeckt.
27 févr. 2026
237-
#233 (Epstein: Elite ohne Moral?)
Écouté
Die Epstein-Affäre zieht immer größere Kreise. Ex-Prinz Andrew wird von der britischen Polizei verhaftet. Was sagt der Fall Epstein über die Moral in unserer Gesellschaft? Warum scheint Recht und Gesetz nicht für alle zu gelten? Über diese Fragen sprechen Markus Lanz und Richard David Precht in dieser Folge. Erleben wir die „spätrömische Dekadenz“ des 21. Jahrhunderts? Richard David Precht blickt auf die Abgründe des absolutistischen Frankreichs und der römischen Senatoren und kommt zu dem Schluss: „Wann immer eine Sozialnorm auf eine Marktnorm trifft, wird die Sozialnorm kannibalisiert.“ Der Fall Epstein jedenfalls wirkt wie eine „Säure für die Demokratie.“
20 févr. 2026
236-
#232 (Ping-Pong-Politik – was lähmt die Koalition?)
Écouté
Die Regierung scheint aktuell vor allem mit Ping-Pong-Politik beschäftigt zu sein. Die eine Seite macht einen Vorschlag, den die andere Seite ablehnt. So geht es hin und her, nur echte Reformen kommen dabei nicht heraus. Markus Lanz und Richard David Precht fragen sich, warum Union und SPD aktuell so gelähmt erscheinen. Liegt es an der Demografie der Bevölkerung? Wird in unserer überalterten Gesellschaft vor allem Politik für Ältere gemacht? Lähmt die Angst vor der AfD und die Brandmauer? Darüber diskutieren beide kontrovers und erörtern zum Schluss, welche Lösung es geben könnte, um aus der Lähmung auszubrechen.
13 févr. 2026
235-
#231 (Werden wir immer fauler?)
Écouté
Kein Recht mehr auf „Lifestyle-Teilzeit“ und eine Stunde mehr arbeiten. So klingt der politischen Überbietungswettbewerb der Union dieser Tage. Richard David Precht hält nicht viel von diesen Forderungen: „Wie realistisch ist das? Wie soll beispielsweise ein Beerdigungsinstitut 10% mehr arbeiten?“, fragt er sich. Markus Lanz verweist auf unterschiedliche Ökonomen, die sich alle einig sind, dass wir ein Thema mit den Arbeitszeiten und Krankenständen haben. Sind wir wirklich fauler als die Deutschen früher? Precht beobachtet ein Mismatch: „Das KI-Versprechen, immer weniger zu arbeiten, hat sich noch nicht erfüllt. Aber wir haben schon die Mentalität, als wären wir in der Sinngesellschaft angekommen.“
06 févr. 2026
234-
#230 (Das Ende der Illusionen)
Écouté
Venezuela, Grönland, ICE. Was können wir Trumps Disruption entgegensetzen? Markus Lanz weist auf die starke Rede des kanadische Premierministers Mark Carney hin, die er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos gehalten hat. Carney fordert, wir sollten, „aufzuhören, in der Lüge zu leben“. „Nostalgie ist keine Strategie. Aber wir glauben, dass wir aus diesem Bruch etwas Größeres, Stärkeres und Gerechteres aufbauen können.“ Für Richard David Precht die „ehrlichste Rede, die wahrscheinlich je in Davos“ gehalten wurde und meint, dass der globale Süden uns schon „immer vorgeworfen hat, dass wir eine Doppelmoral haben. Das Bemerkenswerte ist, dass das jetzt in Davos ein westlicher Regierungschef sagt.“ Der kanadische Premier fordert eine Allianz der Mittelmächte. Kann das eine Lösung für Europa sein?
30 janv. 2026
233-
AUSGABE 229 (Oben oder Unten - wohin gehört wer in der Klassengesellschaft?)
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„Klasse ist alles, alles ist Klasse“ so der Philosoph Hanno Sauer in seinem aktuellen Buch „Klasse – Die Entstehung von Oben und Unten“. Haben Klassenunterschiede einen großen Einfluss auf unser Denken und Handeln? Und wenn ja, warum ist das so? Darüber sprechen Markus Lanz und Richard David Precht in dieser Folge. Markus Lanz meint, weil sich das Wohlstandsversprechen nicht mehr einlöst, gerät die Mittelschicht unter Druck. Richard David Precht befürchtet, dass wir dann eine Sanduhrgesellschaft werden könnten, die auch immer ein revolutionäres Potential habe. Warum sind so abhängig von sozialen Signalen? Kann man uns mit dem Pfau vergleichen, der ein imposanten Rad schlägt? Fragen an den Biologen des Herzens.
23 janv. 2026
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AUSGABE 228 (Revolution - wann gelingt sie und wann nicht?)
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Wann gelingt eine Revolution? Und was folgt auf die Revolte? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der US-amerikanische Politologe Jack Goldstone. Er meint: „Nur die wenigsten Revolutionen führen zur Demokratie“. Was bedeutet Goldstones Analyse für den Massenprotest im Iran, der so brutal niedergeschlagen wird? Darüber diskutieren Markus Lanz und Richard David Precht in dieser Folge, blicken außerdem auf den Arabischen Frühlings und fragen sich, wie es mit uns Deutschen und unseren Revolutionen aussieht. Anders als in Frankreich oder Italien gab es in Deutschland lange keine siegreiche und identitätsstiftende Revolution zur Begründung der Demokratie. Die Friedliche Revolution in Ostdeutschland zeigte 1989 aber sehr anschaulich, wie ein erfolgreicher Umsturz gelingen kann.
16 janv. 2026
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AUSGABE 227 (Venezuela, Grönland – die neue Zeit der Raubtiere?)
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Donald Trumps Start ins neue Jahr: Erst der US-Showdown in Caracas und dann geht’s gleich mit Grönland weiter? Gab es zwischen Washington und Moskau eventuell eine Absprache, dass jeder in seiner Hemisphäre nach Belieben schalten kann? Mit diesen Fragen gehen Markus Lanz und Richard David Precht in diese Folge. Precht erinnert daran, dass 1989 nach dem gleichen Muster Panamas Diktator Noriega von den USA gestürzt wurde. Auch damals war die Kritik aus dem Westen verhalten. Dabei ist gerade heute das Völkerrecht so essentiell wichtig, besonders für uns in Europa. Warum aber fällt die Reaktion der Bundesregierung dann wieder so kleinlaut aus? Wir haben gerade wenig zu gewinnen, aber viel zu verlieren, meint Markus Lanz. Fällt die Welt unter die Räuber?
09 janv. 2026
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AUSGABE 226 (Wintergespräch mit Florence Gaub)
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Mit der Zukunftsforscherin Florence Gaub und mit ihrer Zuversicht beginnt das neue Podcast-Jahr. Die Politologin Gaub meint, dass schwierige Zeiten ein guter Moment für Utopien sei. Nach einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung haben 70% der Deutschen positive Vorstellungen für ihre eigene Zukunft. Aber was ist mit den Visionen für die Gesellschaft? Chinesen oder auch Finnen sind optimistische Gesellschaften. „Ist Pessimismus eine typische deutsche Befindlichkeit?“ fragt Markus Lanz. „Moralismus und Schwarzseher ist mit der deutschen Seele sehr verknüpft“, meint Richard David Precht. „Deutsche haben eine hohe Intoleranz gegenüber Unsicherheit,“ so erklärt es die Politologin Gaub. Wir müssen mehr „über das Tun nachdenken“, denn Zukunft, so Gaub, ist vor allem ein Gefühl.
02 janv. 2026
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AUSGABE 225 (Wintergespräch mit Leon Windscheid)
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An Feiertagen muss nicht einfach alles stimmen, es muss perfekt sein. Aber warum sind wir an Weihnachten besonders perfektionistisch? Psychologe Leon Windscheid bespricht in dieser zusammen mit Markus Lanz und Richard David Precht, wie man den Drang nach Perfektion in dieser Zeit entfliehen kann. Außerdem ist Einsamkeit ein Thema dieser Folge. Warum fühlen sich immer mehr junge Menschen einsam? Was ist der Unterschied zwischen allein sein und einsam sein? Richard David Precht mag es, hin und wieder allein zu sein. „Alleinsein ist ein Seelenzustand, wenn man in keine Himmelsrichtung mehr andocken kann,“ meint er. Leon Windscheid erklärt, warum Empathie ein Schlüssel zu weniger Einsamkeit und mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt sein könnte.
26 déc. 2025
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AUSGABE 224 (Wintergespräch mit Frauke Brosius-Gersdorf)
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Entweder die AfD ist gesichert rechtsextrem oder eben nicht. Die Folgen sind herausfordernd, denn entweder man müsste die AfD verbietet oder wie eine normale Partei behandeln. Wie schützt man eine liberale Demokratie, ohne dass man selbst illiberal handelt? Über diese Fragen sprechen Markus Lanz und Richard David Precht heute mit der Top-Juristin Frauke Brosius-Gersdorf. Im Sommer war sie die Kandidatin der Regierung als Richterin am Bundesverfassungsgericht. Doch auf spektakuläre Weise scheiterte kurzfristig ihre Wahl. Was denkt sie nun über die Kampagne gegen sie und über die Zukunft unserer Demokratie?
In dieser Sonderausgabe berichtet Markus Lanz von seinem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj in Berlin. „Ich habe einen sehr sympathischen und zugänglichen Mann erlebt, dessen Land gerade um das nackte Überleben kämpft“, erzählt er Richard David Precht im Gespräch. In einem sehr persönlichen Moment erzählte Selenskyj Markus Lanz, dass er nie an eine Flucht aus der Ukraine gedacht habe, auch nicht, als US-Hubschrauber bereitstanden. „Die Qualität eines Präsidenten zeigt sich nicht in guten, sondern in schlechten Zeiten.“ Precht möchte wissen, welche Gedanken Markus Lanz aus dieser Begegnung mitnimmt. „Ich bin aufgewühlt und werde noch bis in die Weihnachtstage darüber nachdenken, wie wir wieder zu mehr Moral in der Politik zurückkehren können.“
15 déc. 2025
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AUSGABE 223 (Vergessene Kriege - aus dem Auge aus dem Sinn?)
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Was im Sudan stattfindet, das übertrifft Gaza und die Ukraine zusammen.“ Diese verstörende Einschätzung stammt von Tankred Stöbe, der für „Ärzte ohne Grenzen“ im Sudan im Einsatz war. „Wie kann es sein, dass wir diesen Krieg trotzdem ignorieren?“, fragt sich Markus Lanz. „Der Sudan ist kein vergessener, sondern ein verdrängter Krieg. Wir haben keine eigenen Interessen dort,“ glaubt Richard David Precht. Ein unsichtbares Land ohne Safari und Mittelmeerküste. Warum gelingt es nicht, Moral universell zu denken und zu leben? Das liegt an unserer Aufmerksamkeitsökonomie und der „begrenzten Reichweite unseres Mitgefühl“, so Precht. Markus Lanz verweist auf den Psychologe Jonathan Haidt, der meint: „Moral verbindet und verblendet“. Außerdem haben die 100 größten Rüstungsproduzenten im letzten Jahr ihre Umsätze weltweit um 6% gesteigert. Die Welt wird so sicher kein besserer Ort.
12 déc. 2025
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AUSGABE 222 (Rentenfrust und Zerstörungslust)
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Die Renten-Debatte hält uns gerade in Atem. „Dabei hatte Adenauers gute Idee von Anfang an einen Webfehler“, meint Richard David Precht.“ Markus Lanz fragt sich, ob die Politik zu sehr an die eigene Klientel denkt, anstatt an Lösungen und dadurch Vertrauen erodiert? „Vertrauen ist aber ein wichtiges Schmiermittel in unserer Gesellschaft“, so Markus Lanz. Precht schätzt die Theorie des Soziologen Aladin El-Mafaalani, der sagt, dass wir es im Augenblick mit der Bildung von „Misstrauensgemeinschaften“ zu tun haben. Das heißt, man traut nur noch dem, der ebenfalls misstraut. Wahlkämpfe, in denen zu viel versprochen wird, spielen für dieses Misstrauen eine große Rolle. Am Ende bleibt eine diffuse Lust an der Zerstörung.
05 déc. 2025
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AUSGABE 221 (Ukraine: Zwischen Krieg, Frieden & Korruption)
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Wessen Handschrift trägt der neue Friedensplan - die von Donald Trump oder eher die Moskaus? Wenigstens laufen überhaupt wieder Friedensgespräche. Richard David Precht sieht darin vor allem die Chance, dass „dieses Hochrüsten genauso wie das Sterben in den Schützengräben endet“ wird. Markus Lanz sieht die Friedensbedingungen kritischer: „Krieg lohnt sich. Das ist die Botschaft. Und das werden auch alle anderen Autokraten auf diesem Planeten sehr genau mitkriegen.“ Zusätzliche Expertise bekommen beide von dem Militäranalysten Franz-Stefan Gady, der vor zwei Wochen an der ukrainischen Front war. Er sagt: „Das ist keine Armee, die vor dem Zusammenbruch steht.“ Welche Auswirkungen haben außerdem die aktuellen Korruptionsvorwürfe? Wie sehr schwächen die Vorwürfe auch Selenskyj? Und die entscheidende Frage: Was will Putin?
28 nov. 2025
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AUSGABE 220 (Recht statt Rache: 80 Jahre Nürnberger Prozesse)
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„Es ist ein Privileg, eine Verhandlung über Verbrechen gegen den Frieden der Welt zu eröffnen.“ Mit diesen Worten beginnt vor 80 Jahren der erste Nürnberger Prozess. Auf der Anklagebank sitzen 21 Nationalsozialisten, denen schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden. Und: Es ist die Geburtsstunde des modernen Völkerstrafrechts. „Es lohnt sich einen Blick darauf zu werfen, gerade aus heutiger Perspektive“, meint Markus Lanz. Richard David Precht weist darauf hin, dass die Deutschen in den Nachkriegsjahren sehr schlecht darin waren „sich der eigenen Schuld zu stellen.“ Bis heute ist der Geist Nürnbergs, diese universelle Gerichtsbarkeit, unverzichtbar.
21 nov. 2025
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AUSGABE 219 (Burnout Deutschland oder fehlt uns nur mehr Mut?)
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Malen wir die Lage in Deutschland zu schwarz? Verbreiten wir alle – auch dieser Podcast – zu viel Negatives? Wie ist die Stimmung im Land? Markus Lanz und Richard David Precht überlegen, ob es Sinn macht, das ganze Land auf die Couch zu legen. Hat Deutschland als Kollektiv psychische Probleme? Dabei erinnert sich Markus Lanz an eine Lebensphase, in der es ihm nicht gut ging und er sich mehr Sensibilität für das Thema psychische Gesundheit erhofft hätte. Klar ist aber auch, dass gesellschaftlicher Stress durch zu viel Medien verursacht werden kann. Sollten wir weniger Medien wagen? Richard David Precht verrät, was es mit seiner eigenen Medien-Diät auf sich hat.
14 nov. 2025
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AUSGABE 218 (Mit der Kettensäge regiert – mehr Milei wagen?)
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Der argentinische Präsident Javier Milei tritt gerne mit einer Kettensäge auf. Damit will der Ökonom den Staat zurechtstutzen, Bürokratie abbauen, Ausgaben senken und so das wirtschaftlich angeschlagene Land reformieren. Die Reformen sind schmerzhaft, trotzdem gewann Mileis Partei die jüngsten Parlamentswahlen. Eine Reformstau haben wir in Deutschland auch, aber hier ist unsere Regierung eher „mit einer Laubsäge“ unterwegs, meint Markus Lanz. Sollten wir etwa mehr Milei wagen? „Immer wenn der Karren im Dreck steckt, wollen die Leute radikale Lösungen“, meint Richard David Precht. Aber funktionieren politische Radikallösungen auch auf Dauer? Was sagen Ökonomen wie Milton Friedman dazu, auf den sich der argentinische Präsident so gern beruft?
07 nov. 2025
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AUSGABE 217 (Deutschland: Spielball zwischen USA und China?)
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„Je stärker der wirtschaftliche Niedergang voranschreitet, desto mehr beschäftigen wir uns mit Moral und anderen Nebenschauplätzen?“ Diese Frage treibt Markus Lanz mit Blickt auf die aktuellen Quartalszahlen der Autobranche um. „Wenn der Glanz schwindet, dann bleibt nur die Moral,“ so Richard David Precht und verweist auf die anderen großen Volkswirtschaften, China und die USA. Beide treten auf der Weltbühne auf, wie es Niccolò Machiavelli beschrieb. Chinas Exportstopp von seltenen Erden hat Deutschland seine Abhängigkeit konkret vor Augen geführt. War der chinesische Lieferstopp eine Antwort auf Trumps Zollpolitik? Sitzt Deutschland zwischen den Stühlen der beiden Großmächte? Und wie kommen wir da wieder raus?