Résumé de l'épisode
Vor über 50 Jahren wanderte Hans Burri aus Liestal (BL) nach Südafrika aus. Heute lebt der 77-Jährige in der Nähe von Johannesburg und erfüllt sich zusammen mit seiner Familie einen Traum. Auf seiner privaten Wildtierfarm hilft er mit, bedrohte Lebensräume und seltene Antilopen zu erhalten. Als Hans Burri als gelernter Elektromechaniker in den 1970er-Jahren in Genf arbeitete und die grossen Jumbos am Himmel beobachtete, war für ihn klar: «Die Welt ist grösser als mein Heimatort das Baselbiet.» Zusammen mit seiner Frau Doris zog er nach Südafrika. Geplant waren nur drei Jahre. Während dieser Zeit bereisten sie das Land intensiv und verliebten sich in seine Vielfalt: «Uns fasziniert bis heute die Biodiversität. Wir haben das Meer, die Wüste, Berge, den Dschungel und eine unglaubliche Tierwelt.» Das Paar erlebte die Zeit der Apartheid hautnah, kehrte zwischenzeitlich in die Schweiz zurück. Doch die Faszination für Südafrika liess sie nicht mehr los. Aus dem Abenteuer wurde ein neues Zuhause. Vor 51 Jahren…
Vor über 50 Jahren wanderte Hans Burri aus Liestal (BL) nach Südafrika aus. Heute lebt der 77-Jährige in der Nähe von Johannesburg und erfüllt sich zusammen mit seiner Familie einen Traum. Auf seiner privaten Wildtierfarm hilft er mit, bedrohte Lebensräume und seltene Antilopen zu erhalten. Als Hans Burri als gelernter Elektromechaniker in den 1970er-Jahren in Genf arbeitete und die grossen Jumbos am Himmel beobachtete, war für ihn klar: «Die Welt ist grösser als mein Heimatort das Baselbiet.» Zusammen mit seiner Frau Doris zog er nach Südafrika. Geplant waren nur drei Jahre. Während dieser Zeit bereisten sie das Land intensiv und verliebten sich in seine Vielfalt: «Uns fasziniert bis heute die Biodiversität. Wir haben das Meer, die Wüste, Berge, den Dschungel und eine unglaubliche Tierwelt.» Das Paar erlebte die Zeit der Apartheid hautnah, kehrte zwischenzeitlich in die Schweiz zurück. Doch die Faszination für Südafrika liess sie nicht mehr los. Aus dem Abenteuer wurde ein neues Zuhause. Vor 51 Jahren…
Épisodes
Hans und Doris Burri – Seit 51 Jahren in Südafrika
ÉcoutéVor über 50 Jahren wanderte Hans Burri aus Liestal (BL) nach Südafrika aus. Heute lebt der 77-Jährige in der Nähe von Johannesburg und erfüllt sich zusammen mit seiner Familie einen Traum. Auf seiner privaten Wildtierfarm hilft er mit, bedrohte Lebensräume und seltene Antilopen zu erhalten. Als Hans Burri als gelernter Elektromechaniker in den 1970er-Jahren in Genf arbeitete und die grossen Jumbos am Himmel beobachtete, war für ihn klar: «Die Welt ist grösser als mein Heimatort das Baselbiet.» Zusammen mit seiner Frau Doris zog er nach Südafrika. Geplant waren nur drei Jahre. Während dieser Zeit bereisten sie das Land intensiv und verliebten sich in seine Vielfalt: «Uns fasziniert bis heute die Biodiversität. Wir haben das Meer, die Wüste, Berge, den Dschungel und eine unglaubliche Tierwelt.» Das Paar erlebte die Zeit der Apartheid hautnah, kehrte zwischenzeitlich in die Schweiz zurück. Doch die Faszination für Südafrika liess sie nicht mehr los. Aus dem Abenteuer wurde ein neues Zuhause. Vor 51 Jahren…
Florence Wibring – Für die Liebe nach Schweden
ÉcoutéDer Liebe wegen zog Florence Wibring vor fünf Jahren von Derendingen (SO) nach Schweden. Heute lebt sie mit ihrem Mann Niklas abgeschieden in Småland, umgeben von Wäldern, Seen und zwölf Hunden aus dem Tierschutz. Doch das Heimweh nach der Schweiz ist geblieben. Eigentlich begann alles mit einer Trekkingtour auf Korsika. Dort lernte Florence Wibring ihren heutigen Mann Niklas kennen. Nach zwei Jahren Fernbeziehung wagte sie den Schritt nach Schweden. Heute lebt die 53-Jährige in der historischen Provinz Småland, unweit der Stadt Jönköping am bekannten Vätternsee. Das Paar hat sich mitten in der Natur ein Zuhause aufgebaut. Der nächste Nachbar wohnt einen Kilometer entfernt, ein kleiner See ist zu Fuss erreichbar, und rund um das typisch rote Schwedenhaus erstrecken sich Wälder und Wiesen. Niklas führt eine erfolgreiche Glaserei, während Florence sich mit Herzblut dem Tierschutz widmet: «Für mich war immer klar, dass Hunde zu meinem Leben gehören.» Doch trotz dieses kleinen Paradieses in Schweden, begleitet…
Sandy Auf der Maur – Zwischen Trycheln und Gauchos
ÉcoutéSeit 23 Jahren lebt der Schwyzer Sandy Auf der Maur in Villa General Belgrano in Argentinien. In der alpinen Touristenstadt pflegt er mit seinen Söhnen den Schweizer Brauchtum, zieht als Trychler durchs Dorf und erlebt einen Alltag zwischen Gauchos, Oktoberfest und exotischen Tieren. Die Kleinstadt Villa General Belgrano in der Provinz Córdoba wirkt wie eine Mischung aus Zermatt, Europapark und Disneyland, nur echt. Die rund 14'000 Einwohner stammen aus 26 Nationen, viele mit europäischen Wurzeln. Mitten in dieser alpinen Enklave lebt der 54-jährige Schwyzer Sandy Auf der Maur: «Für uns ist es nach wie vor ein kleines, gemütliches Dorf mit Charme.» Der Auswanderer betreibt mit seiner Lebenspartnerin Paula einen kleinen Dorfladen und engagiert sich seit Jahren für die Schweizer Traditionen vor Ort. Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Gabriel und Salvador zieht er als Trychler an Festen und Umzügen durchs Dorf. Der Schweizer Brauchtum begeistert jeweils Tausende Besucherinnen und Besucher aus aller Welt.…
Josef Röösli in Brasilien – Aus einer Reise wird die neue Heimat
ÉcoutéBei einer Reise nach Brasilien hat es Josef Röösli gepackt: «Ich wusste, das ist meine zweite Heimat.» Seit vier Jahren lebt er nun in der Küstenstadt Salvador da Bahia, geniesst den Blick auf den Atlantik und den Alltag im lebendigen Rhythmus der brasilianischen Küstenstadt. Seit vier Jahren lebt Josef Röösli in Salvador da Bahia, mit Blick auf den Atlantik und mitten in einem lebendigen Quartier. Kleine Läden, Cafés und Bars prägen den Alltag. «Die Nachbarschaft lebt auf der Strasse, man kennt sich, kommt ins Gespräch und nimmt am Leben der Gemeinschaft teil», erzählt er. Nach über zwanzig intensiven Berufsjahren ohne längere Auszeit reiste er Anfang 2020 nach Brasilien. Am Strand von Aracaju kam ihm ein Gedanke: «Warum nicht den Ruhestand hier verbringen?» Besonders die Offenheit der Menschen und das ganzjährig warme Klima überzeugten ihn. Aus der spontanen Idee wurde ein konkreter Plan. Nach sorgfältiger Vorbereitung wanderte er zwei Jahre später nach Salvador da Bahia aus. Die Hauptstadt des…
Gabriel Dubler in Brisbane – Frühstück mit Kakadus
ÉcoutéGeboren in Engelberg, aufgewachsen in Lausanne, zu Hause in Brisbane: Gabriel Dubler kam mit 30 Jahren auf Weltreise nach Australien und blieb. Heute lebt der 74-Jährige seit über drei Jahrzehnten in der grünen Metropole, arbeitet an der Uni, jodelt im Schweizer Club und backt sein eigenes Brot. Als Service-Ingenieur kam Gabriel Dubler in 25 Ländern herum. Auf einer mehrjährigen Weltreise reiste der damals 30-Jährige mit dem Motorrad quer durch Australien. Das Land liess ihn nicht mehr los. Aus dem Abenteuer wurde ein neues Zuhause in Brisbane. Mit 74 Jahren arbeitet Gabriel Dubler weiterhin an der Queensland University of Technology, wo er Film- und Fernsehprojekte betreut: «Warum sollte ich aufhören, wenn es mir Spass macht!» Daneben backt er Zopf und Brot, tauscht diese auf lokalen Märkten gegen andere Produkte ein und näht zu Hause sogar seine eigenen Vorhänge. Ob Jodel-Chörli, Jass-Club oder 1. August-Feier: Seit Jahren engagiert sich Gabriel Dubler mit Herzblut auch im Schweizer Club und hilft bei der…
Michelle Frei – Vom Entlebuch an den Broadway
ÉcoutéDie 26-jährige Michelle Frei aus Flühli-Sörenberg (LU) hat ihr gewohntes Leben hinter sich gelassen, um in New York Schauspielerin zu werden. Nun steht die Entlebucherin vor dem bisher grössten Meilenstein ihrer Karriere. Im Oktober feiert ihr erstes selbstgeschriebenes Theaterstück Premiere. Vor zwei Jahren wagte Michelle Frei den Sprung über den Atlantik. Die gelernte Wirtschaftspsychologin aus Flühli-Sörenberg (LU) zog nach New York, um ihren Traum von der Schauspielerei zu verfolgen. Am renommierten William Esper Studio absolvierte sie ihre Ausbildung und arbeitet aktuell daran, ein Künstlervisum zu erhalten, um langfristig in den USA bleiben und arbeiten zu können. Ein wichtiger Schritt folgt im Oktober. Dann bringt die 26-Jährige ihr erstes selbstgeschriebenes Theaterstück auf die Bühne und übernimmt gleich selbst die Hauptrolle: «Das Stück erzählt die Geschichte von drei Schauspielerinnen und Schauspielern auf dem Weg zu einem Casting. Es zeigt den enormen Druck der Branche und stellt die Frage: Wie…
Monika Radics – Heimat zwischen Eis, Ozean und Afrika
ÉcoutéMonika Radics pendelt zwischen der Schweiz, Südafrika und den Polarregionen. Die Zürcherin mit ungarischen Wurzeln lebte dreissig Jahr in Südafrika. Heute arbeitet sie als Managerin auf einer luxuriösen Expeditionsyacht für Touristen. Oft mit einem Büro mitten in der Antarktis. Der Lebensweg von Monika Radics ist so bunt wie ein Blumenstrauss. In Lugano und Zürich aufgewachsen, zog sie mit zwanzig über ein Austauschprojekt nach Südafrika und blieb dreissig Jahre. Sie arbeitete als Brandmanagerin für internationale Marken, im Reisebüro und als Make-up Artist. «Ich war schon immer eine Allrounderin und neugierig», sagt sie. Später verlagerte sich ihr Leben aufs Meer. Mit ihrer Erfahrung, ihrer offenen Art und sechs Sprachen fand sie auf Expeditionsschiffen genau den Ort, an dem alles zusammenpasst. Heute arbeitet Monika oft wochenlang auf hoher See, berät Gäste und gestaltet das Bordprogramm. Die Antarktis ist für sie nicht nur ein Reiseziel, sondern ein Arbeitsplatz: «Die Crew ist wie eine grosse Familie.»…
Monika Stauss-Joensen – Von den Bergen ans Meer
ÉcoutéEine Reise auf die Färöer-Inseln veränderte ihr Leben. Dort traf Monika Stauss-Joensen ihre grosse Liebe und blieb. Seit über 40 Jahren lebt die Musikerin aus Zürich zwischen steilen Klippen, rauem Atlantikwind und einer Dorfgemeinschaft, in der jeder jeden kennt. Eine Studienfreundin brachte Monika Stauss-Joensen erstmals auf die Färöer-Inseln. Was als Besuch begann, wurde zur Lebensgeschichte: «Ich verliebte mich in ihren Bruder Ingvar und fand meine neue Heimat.» Heute lebt die gebürtige Seuzacherin mit ihrer Familie seit über 40 Jahren im kleinen Ort Leirvik. Ihr Mann Ingvar betreibt eine Fischfabrik. Die Färöer-Inseln wirken wie aus einer anderen Welt, sagt Monika Stauss-Joensen: «Grüne Bergspitzen ragen aus dem Meer, Nebelschwaden ziehen über die Hänge, und der Atlantik bestimmt das Leben der Menschen.» Als Geigerin hat sie das Musikleben der Inseln mitgeprägt, Generationen von Kindern unterrichtet und spielt bis heute im Kammerensemble des königlichen Sinfonieorchesters. In ihrem Buch «Von den Bergen…
Daniela und Georg Zimmermann – Pferdeparadies in Frankreich
ÉcoutéVor sieben Jahren tauschten Daniela und Georg die Schweiz gegen den Südwesten Frankreichs. Auf ihrer 30 Hektar grossen Ferme «Brasseyrou» bieten sie pensionierten Pferden ein naturnahes Zuhause, führen ein charmantes B&B und haben sich mit viel Herzblut in ihrer neuen Heimat einen Namen gemacht. Eigentlich träumten Daniela und Georg Zimmermann von einem Leben in den USA. Doch als ihre Green-Card-Pläne 2018 in letzter Minute scheiterten, nahm das Schicksal eine andere Wendung. Statt nach Amerika zog es das Paar nach Frankreich. In Dévillac im Südwesten Frankreichs fanden sie den passenden Hof für ihren lang gehegten Traum von Selbstständigkeit, Natur und einem Leben im Grünen. «Hier in Frankreich haben wir viel Platz und sind sehr happy», sagt Georg. Die Liebe zu Pferden brachten sie aus der Schweiz mit. Bereits während 18 Jahren führten sie eine Pferdepension in Gunzwil bei Beromünster im Kanton Luzern. Heute teilen sie ihre Ferme «Brasseyrou» mit 15 Pferden, zwei Hunden, zwei Katzen, fünf Schafen, 24…
Michelle de Oliveira: «In Portugal geniesse ich ein freies Leben»
ÉcoutéVor vier Jahren tauschte die Journalistin Michelle de Oliveira mit ihrer Familie die Schweiz gegen die portugiesische Silberküste. Getrieben von ihrer Sehnsucht nach Meer, Natur und einem entschleunigten Leben fand die Familie in Santa Cruz ihr neues Zuhause. Schon lange fühlte sich Michelle de Oliveira von Portugal angezogen. Die Chance auf ein eigenes Haus am Meer gab den entscheidenden Anstoss, den Traum vom Leben in Portugal zu verwirklichen. Heute lebt die Zugerin mit ihrem Mann Renato und den beiden Kindern in Santa Cruz, einem idyllischen Küstenort an der portugiesischen Silberküste. Das Leben dort ist geprägt von der Nähe zum Meer, einem milden Klima und einer beeindruckenden Naturkulisse: «Ich bin ein Naturmensch, wir verbringen viel Zeit draussen. Die weiten Strände und Dünenlandschaften sind atemberaubend.» Renato stammt ursprünglich aus Lissabon, der Hauptstadt von Portugal. Viele Jahre arbeitete er als Art Director in einer Schweizer Werbeagentur. Heute ist er Gründer seines eigenen…
Priska Waijers – Für die Liebe nach Holland
ÉcoutéVor elf Jahren lernte die Bernerin Priska Waijers ihren heutigen Mann Bas in einer spirituellen Facebook-Gruppe kennen. Wenige Monate später zog sie für die Liebe in die historische Hafenstadt Hoorn in den Niederlanden. Priska Waijers aus Mittelhäusern (BE) war Kindergärtnerin, Lehrerin, Schauspielerin und arbeitet heute als Life-Coach. In einer internationalen Facebook-Gruppe traf sie auf den Niederländer Bas. Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Aus langen Gesprächen wurde eine Partnerschaft fürs Leben und veränderte ihr Leben. Schon sechs Monate später entschied sich Priska Waijers einen Neuanfang in den Niederlanden zu wagen: «Wir sind zwei Seelenverwandte.» Mit Bas kamen auch seine beiden Kinder in ihr Leben. Als Priska zu ihm zog, waren sie acht und zehn Jahre alt: «Die neue Rolle als Stiefmutter stellte mich vor ungewohnte Aufgaben und war für mich Neuland.» Trotzdem wuchs die Patchwork Familie mit viel Liebe zusammen. Priska und Bas arbeiten heute gemeinsam im Coaching-Bereich und beraten Menschen…
Ernesto Hutmacher – Wie aus einer Ruine ein Biker Paradies wurde
ÉcoutéErnesto Hutmacher tauschte die Welt des Motorsports gegen ein verfallenes Haus in Massa Marittima in der südlichen Toskana. Daraus entstand vor vierzig Jahren eines der bekanntesten Bike-Hotels Europas und die Geschichte eines Mannes, der stets seinen Träumen folgte. Mit 75 Jahren blickt Ernesto Hutmacher auf ein aussergewöhnliches Leben zurück. Nach einer erfolgreichen Karriere als Mechaniker im Formel-1-Motorsport und einer sicheren Stelle in der Schweiz wagte er vor 41 Jahren den Neuanfang in der Toskana. Als Ernesto 1985 in die südliche Toskana auswanderte, hatte er vor allem eines im Gepäck: eine Vision. In der Nähe der historischen Stadt Massa Marittima, kaufte er ein heruntergekommenes Anwesen und machte daraus mit viel Leidenschaft das Bike-Hotel «Massa Vecchia»: «Als ich das Haus sah, wusste ich, ich muss es haben.» Ohne Italienischkenntnisse wagte Ernesto Hutmacher den Schritt in ein neues Leben. Vor Ort erwartete ihn kein Traumhaus, sondern eine Ruine: «Mit einem Freund habe ich zuerst die…
Theo Koch: «Für meine Enkel bin ich der Grosspapi aus Afrika»
ÉcoutéZwischen Schweizer Bodenständigkeit und kamerunischer Lebensfreude haben Theo und Suzanne Koch ihren Lebenstraum verwirklicht. Mit ihrem Projekt «Tin Ele» schaffen sie Perspektiven in einem Land voller Gegensätze. Reich an Kultur und Ressourcen, aber geprägt von Armut. Theo und Suzanne Koch verbinden zwei Welten. Der ehemalige Landwirt aus Meggen (LU) wollte vor seiner Pensionierung ein sinnstiftendes Projekt im Ausland starten. Suzanne Koch engagierte sich in der Schweiz für die Integration junger Frauen mit afrikanischen Wurzeln. Gemeinsam haben sie vor drei Jahren in der Nähe der Küstenstadt Kribi im Süden Kameruns das Projekt «Tin Ele» erschaffen. Mit viel Herzblut bauten sie eine Parkanlage mit Tieren auf, die weit mehr als ein persönlicher Rückzugsort ist: «Sie soll Menschen zusammenbringen, Perspektiven schaffen und die nachhaltige Entwicklung der Region fördern», sagt Theo Koch. Dabei setzen sie auf den Austausch zwischen ihrer Schweizer und ihrer kamerunischen Heimat. «Kribi ist eine lebendige…
Pascal Affolter – Direktor der Schweizer Schule in Barcelona
ÉcoutéVom Bülacher Sekundarlehrer zum Brückenbauer zwischen Kulturen. Pascal Affolter gründete in Kolumbien eine heilpädagogische Schule für Kinder mit Behinderungen und leitet heute die traditionsreiche Schweizerschule in Barcelona. Mitten in einer der vielseitigsten Städte Europas. Eigentlich wollte Pascal Affolter Diplomat werden. Stattdessen wurde der Bülacher Lehrer und zu einem Botschafter für Bildung. 1996 zog es ihn für ein Sozialprojekt nach Kolumbien. Dort erkannte er, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen kaum Zugang zu Bildung hatten. Mit viel Engagement gründete er in Cartagena de Indias die heilpädagogische Institution «ALUNA» und baute sie mit viel Herzblut auf. Pascal Affolter lebte achtzehn Jahre in Kolumbien. 2007 übernahm er die Leitung der Schweizer Schule in Bogotá. Heute lebt er mit seiner Familie in Barcelona und steht als Direktor an der Spitze der renommierten Schweizer Schule «Escuela Suiza de Barcelona». Die Schule blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück und…
Salome Schad in Ecuador: «Meine Heimat ist da, wo ich grad stehe»
ÉcoutéDie Ethnologin Salome Schad hat in ihrem Leben über fünfzig Länder bereist. Seit zwei Jahren arbeitet die Baslerin in Ecuador an einer deutschen Auslandschule, hoch oben in den Anden. Als Lehrerin, Künstlerin, Dichterin und Weltenbürgerin verbindet sie Schulalltag, Kultur und Nachbarschaftsleben. Salome Schad hat viele Orte dieser Welt gesehen. Mit ihrer Tochter lebte sie unter anderem in Italien, Spanien, kurze Zeit in den USA und viele Jahre in Bolivien. Heute ist Ecuador ihre Heimat. In Cuenca, hoch oben in den Anden, unterrichtet die Ethnologin, Lehrerin und Künstlerin mit viel Herzblut an einer deutschen Auslandschule. Das weitläufige Schulareal ist umgeben von Bergen und wilder Natur, sagt die 52-Jährige: «Der Weg vom Klassenzimmer zur Bibliothek gleicht einer kleinen Wanderung.» Neben dem klassischen Unterricht verbindet Salome Musik und Malerei: «Die Kinder hören Beethoven und malen, was die Musik in ihnen auslöst. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.» «In Cuenca kann man richtig…
Claude Scheidegger vereint Familienglück und Karriere in Singapur
ÉcoutéIn Hongkong machte Claude Scheidegger aus Burgdorf (BE) eine steile Karriere in der internationalen Hotellerie. Heute lebt er mit Partner Stephen und der gemeinsamen Tochter Zoe in Singapur und reist für seine Arbeit regelmässig nach China. Claude Scheidegger legte den Grundstein für seine Karriere an der renommierten Hotelfachschule in Lausanne. Dort wurde er früh von einer internationalen Hotelgruppe entdeckt: «Viele grosse Hotelketten rekrutieren direkt in Lausanne. So konnte ich die Chance nutzen und beim Mandarin Oriental in Hongkong einsteigen.» Fünf Jahre lang blieb die pulsierende Metropole sein Zuhause und wurde auch privat zum Wendepunkt: «In dieser Zeit lernte ich meinen Lebenspartner Stephen kennen.» Heute lebt das Paar mit Tochter Zoe in Singapur: «Steve führt ein Family Office für ein angesehenes chinesisches Familienunternehmen», erzählt Claude Scheidegger. Beruflich ist er der Region treu geblieben: «Alle drei Wochen reise ich nach Hongkong, wo ich im Marketing- und Branding-Bereich für eine…
Tanja Vultier – Im Einsatz für Frieden in Mexiko
ÉcoutéDie Millionenstadt Mexiko City ist eine der grössten der Welt. Gerade finden in Mexiko die Spiele der Fussball WM statt. Mittendrin lebt Tanja Vultier und koordiniert für eine NGO die Zusammenarbeit mit Hilfswerken für Angehörige von Verschwundenen. Vielen Menschen ist die WM ein Dorn im Auge. Mexiko-City ist eine Stadt der Gegensätze, in der Musik, Lebensfreude und Tradition auf Verkehrschaos, Korruption sowie Luxus und Moderne treffen. Tanja Vultier aus Spiez (BE) betreut seit drei Jahren verschiedene Friedensprojekte von lokalen Organisationen: «In Mexiko verschwinden massenhaft Menschen, wegen der Drogenkartelle, organisierter Kriminalität und sozialer Ungleichheit.» Bereits in der Vergangenheit arbeitete die 42-Jährige für verschiedene Friedensförderungsprogramme in Kolumbien, Ecuador oder Brasilien: «Ich hatte schon von klein auf einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.» Die aktuelle Fussball-WM sorgt in der Bevölkerung für Unmut und Proteste, sagt Tanja Vultier: «Guadalajara will zur Fussball-WM…
Monica und Housi Korner glücklich in Süd-Schweden
ÉcoutéMonica und Housi Korner haben ihren Traum vom Leben in Schweden verwirklicht. Seit drei Jahren ist das Paar im südschwedischen Mönsterås in der Provinz Kalmar zu Hause. Angekommen zwischen Meer, Natur und neuer Freiheit. Aus einer Ferienliebe vor 25 Jahren wurde Schritt für Schritt ein neues Leben in Schweden. Monica und Housi Korner aus Rüdtligen (BE) zog es immer wieder in den Norden, bis sie sich entschieden, ganz zu bleiben. In Mönsterås, nördlich von Kalmar, fanden sie vor drei Jahren ihr neues Zuhause. Die kleine Gemeinde nahe am Meer ist auch ein beliebter Ferienort für viele Schweden, sagt Monica Korner: «Das Klima hier ist sehr mediterran, viele Stockholmer haben in Mönsterås ihre Ferienhäuser.» Das Paar geniesst seinen Ruhestand mit Gartenarbeit, langen Spaziergängen mit Hund «Linus» und allgemein viel Zeit draussen. «Es ist ein Ort der Entschleunigung, ein Paradies», schwärmt Housi. Grünes Haus mit viel Platz Monica und Housi Korner leben in einem typisch für Schweden farbigen Haus. Ihres ist grün…
Amanda Hessle – Reiseleiterin mit Herz in Schweden
ÉcoutéAmanda Hessle aus Freienbach (SZ) lebt seit bald 30 Jahren auf der Insel Torsö im Vänern-See im Süden von Schweden. Als Reiseleiterin zeigt sie Gästen ihr persönliches Schweden. Von stiller Natur im Süden bis zu den Weiten des Nordens. Eine Studienreise auf dem berühmte Göte Kanal in Schweden veränderte das Leben von Amanda Hessle. Die Reiseleiterin verliebte sich damals in den Steuermann des Kanalschiffes. Mittlerweile ist sie Mutter von drei erwachsenen Kindern. Seit 26 Jahren lebt sie auf der Insel Torsö im See Vänern. Torsö liegt in der Provinz Västra Götalands län und ist Teil der Gemeinde Mariestad. Nur über eine Brücke erreicht man das Festland. Als Reiseleiterin hat sich Amanda Hessle vor allem auf Reisen in den Norden spezialisiert und arbeitet für verschiedene Reiseanbieter: «Immer wieder darf ich Gästen aus der Schweiz in meiner Heimat willkommen heissen und zeige ihnen meine Herzensplätze.» Für viele Schweizerinnen und Schweizer ist Schweden ein Sehnsuchtsort und ein Land voller Gegensätze, sagt…
Andrea Schwyzer – Kennt Hannovers Kulturszene durch und durch
ÉcoutéAndrea Schwyzer wollte eigentlich Sportlehrerin werden, doch dann führte sie ihre Stimme zum Radio und die Liebe nach Hannover. Heute arbeitet sie als freie Hörfunkjournalistin, Autorin und Moderatorin vor allem für NDR Kultur: «Ich verstehe mich als moderne Geschichtenerzählerin.» Andrea Schwyzer aus Wollerau (SZ) hat ursprünglich Sport an der ETH Zürich studiert. Doch ihr Weg nahm eine überraschende Wendung. Ihre Radiostimme wurde entdeckt und sie moderierte viele Jahre bei einem lokalen Sender am Zürichsee. Ihr journalistischer Weg führte sie weiter ins Ausland mit Praktika bei der Deutschen Presse-Agentur DPA in Washington sowie bei der ARD in New York und London. Über die Musik kam auch die Liebe ins Spiel, sagt die 46-Jährige: «Bei einem A-Cappella Festival in der Schweiz, lernte ich meinen heutigen Partner kennen und zog zu ihm nach Hannover.» Johannes arbeitet als Musik- und Deutschlehrer an einem Gymnasium. Gemeinsam lebt das Paar mit ihrer Tochter und ihrem Sohn mitten im Zentrum «Vahrenwald-List»…
Karin und Stefan Bolliger – Unter Litauens weitem Himmel
ÉcoutéAlles begann 2016 mit einer Motorradtour in den hohen Norden. Karin und Stefan Bolliger entdeckten Litauen und verliebten sich Hals über Kopf. Heute leben sie in der Nähe der Stadt Anykščių im Osten des baltischen Landes. Sie führen ein Hotel und engagieren sich mit Herzblut für die Gemeinde. Litauen ist das grösste der drei baltischen Länder und ist bekannt für seine traumhaften Küsten, Seenlandschaften und barocken Städte. Es war eher Zufall als Planung, als Karin und Stefan Bolliger 2016 auf einer Motorradtour Richtung Skandinavien durch Litauen fuhren. Doch schon nach kurzer Zeit war klar, dieses Land liess sie nicht mehr los, erinnert sich Karin Bolliger: «Die Weite, der Himmel, die Ruhe, all das fühlte sich für uns intensiver an als alles, was wir aus der Schweiz kannten.» Zurück in Hüntwangen (ZH) liess sie Litauen nicht mehr los. Sie kehrten zurück und kauften ein Stück Land. Heute leben Karin und Stefan Bolliger in der kleinen Ortschaft Mačionių, mitten in der Natur. Das Paar betreibt ein kleines…
Simone Blaser in Australien: «Ich bin ein Wasserbaby»
ÉcoutéSimone Blaser ist mit ihrem Partner 2008 nach West-Australien ausgewandert. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Hamilton Hill, in der Nähe von Fremantle. Dort hat sie ihre grosse Leidenschaft, das «Frei-Schwimmen» entdeckt. Mittlerweile hat die 47-Jährige etliche Ultramarathon bestritten. Sonne, Freiheit, endlose Weiten und vor allem aber das Meer zogen Simone Blaser aus Pfaffhausen (ZH) vor 18 Jahren nach Australien. Dort fand sie ihre Leidenschaft fürs «Open Water Schwimmen»: «Im offenen Wasser fühle ich mich frei und sorgenlos, aufgehoben und zu Hause.» Inzwischen hat Simone Blaser mehrere Marathon Schwimmen absolviert. Als weltweit erste Person schwamm sie rund 55 Kilometer am Stück durch den Upper Ord River. Der Fluss ist kein typischer Badeort. Er ist wild, rau und in einer der abgelegensten Landschaften Australiens. Für ihre bahnbrechende Leistung wurde Simone Blaser mit den «Yudovin Award» ausgezeichnet. Trotz der Ehre, bleibt die 47-Jährige bescheiden: «Ich bin eine ganz normale Frau mit einem…
Ein Leben am Fusse des Vesuvs
ÉcoutéEsther Gröble lebt am Golf von Neapel. Mit viel Herzblut und grossem historischem Wissen arbeitet die Thurgauerin als Reiseleiterin und zeigt ihren Gästen Sehenswürdigkeiten rund um Neapel – von Pompeji über Sorrent und entlang der Amalfi Küste. Ihr Zuhause liegt direkt am Fusse des Vesuv. Esther Gröble aus Amriswil (TG) kam der Liebe wegen nach Italien: «Bei einem Sprachaufenthalt in Lugano lernte ich meinen Mann Luigi aus Pompeji kennen.» Seit über 50 Jahren lebt die Thurgauerin nun schon am Golf von Neapel und arbeitet mit Leidenschaft als selbständige Reiseleiterin. Ob in Pompeji, Sorrent, an der Amalfiküste oder auf Capri, ihr Wissen hat sie sich über Jahrzehnte angeeignet: «Es ist wie ein Mosaikbild, man legt Steinchen um Steinchen, bis man sich das Wissen aneignet.» Mit ihrem Erfahrungsschatz, Humor und tiefer Verbundenheit zu Land und Leuten, begeistert die 73-Jährige bis heute tausende von Touristen. Leben in der «Zona Rossa» Esther Gröble wohnt in Boscotrecase, einer kleinen Stadt nahe Pompeji, am…
Monika Heusser auf Teneriffa
ÉcoutéMonika Heusser lebt seit 43 Jahren auf der kanarischen Insel Teneriffa. Die Übersetzerin und Dolmetscherin wohnt mit ihrem Lebenspartner in Radazul, nur wenige Kilometer von der Hauptstadt Santa Cruz im Nordosten der Insel. Monika Heusser aus Wangen b. Olten ging einst als junge Aupair nach Teneriffa, um spanisch zu lernen. Heute hat sie drei erwachsene Kinder und lebt seit 43 Jahren auf der beliebten Touristeninsel. Die 66-Jährige wohnt mit ihrem Partner in der beschaulichen Ortschaft Radazul im Osten der Insel: «Von der Terrasse aus blickt man aufs Meer und rüber nach Gran Canaria.» «Teneriffa ist ein gefragtes Reiseziel» Die grösste Kanaren Insel Spaniens ist faszinierend, sagt Monika Heusser: «Wir haben Berge, das Meer und wunderschöne Strände.» Im Süden ist es warm im Norden ist es kühl. Teneriffa bietet viele Sehenswürdigkeiten, wie den Teide-Vulkan, oder die weltgrösste Sternwarte. Teneriffa ist aber auch die mit Abstand meistbesuchte Kanareninsel und zieht jedes Jahr Millionen von Urlaubern an. Das…
Tasmanisches Weingut mit Schweizer Herz
ÉcoutéMatthias Utzinger und seine Frau Lauren haben in Tasmanien ihren Traum vom eigenen Weingut verwirklicht. Im kühlen Klima des Tamar Valley haben die beiden aus einer ehemaligen Schaffarm ein kleines Paradies für Weinliebhaber geschaffen: «Wir haben uns sofort in dieses Stück Land verliebt.» Matthias Utzinger aus Wädenswil (ZH) arbeitete auf Weingütern im In- und Ausland, darunter fünf Jahre in Südfrankreich. 2015 bereiste er die Welt auf der Suche nach dem idealen Ort für seinen Weinberg. Dabei lernte er seine heutige Frau Lauren kennen: «Sie lud mich über Weihnachten zu sich nach Tasmanien ein. In diesem Moment wusste ich: Hier gehöre ich hin und finde meinen Weinberg.» Gemeinsam starteten sie das Herzensprojekt. Das Abenteuer des eigenen Weinanbaus begann 2018. Im Norden der Insel, mit Blick auf den Tamar River, bewirtschaften sie heute ihr Gut. Während der Ernte sind die Tage lang. Viele stellen sich den Winzer romantisch auf der Veranda vor, wie er auf seine Rebberge blickt, sagt Matthias schmunzelnd: «In…
Ruedi Gmür: «Mein Leben ist so bunt wie ein bolivianischer Markt»
ÉcoutéRuedi Gmür lebt mit seiner bolivianischen Frau und deren Töchter in San Ignacio de Valesco im Osten von Bolivien. Die Familie betreibt die Wäscherei «Lavanderia Suiza» und eine kleine Backstube: «Wir führen hier ein buntes, fröhliches Leben zwischen Backofen, Waschmaschinen und tropischer Natur.» Der 52 jährige Toggenburger hat Bolivien früh ins Herz geschlossen. Als gelernter Maschinenmechaniker besuchte er einst seinen Bruder in Santa Cruz de la Sierra und war sofort fasziniert vom südamerikanischen Lebensgefühl: «Sonne, Lebensfreude und Chaos, das passt zu mir!» Seit 2016 lebt er mit seiner Partnerin Miriam und den Mädchen Lorena und Liliana in San Ignacio de Velasco, nahe der brasilianischen Grenze. Kleines Familienimperium Mit viel Herzblut hat sich die Familie in den Jahren ein vielseitiges Geschäft aufgebaut. Neben der Wäscherei «Lavanderia Suiza», bäckt Ruedi Gmür täglich frisches Brot in seiner Backstube und vermietet Stellplätze an Wohnmobiltouristen: «Wir sind ein super Team. Alle packen mit an!»
Annina Schmid: «Die Universität Oxford inspirierte Harry Potter»
ÉcoutéAnnina Schmid arbeitet in Oxford (GB). Die angesagte Neurowissenschaftlerin erforscht mit ihrem Team an der weltberühmten Elite-Universität die Ursachen von Nervenschmerzen. Die 47-Jährige lebt mit ihrem Partner und Hund Baloo mitten auf der Themse in einem kleinen Arbeiterhäuschen. Annina Schmid lebt seit dreizehn Jahren in Oxford und forscht dort als Neurowissenschaftlerin an der renommierten Universität. Schon während ihrer Zeit als Physiotherapeutin wollte sie verstehen, woher Schmerzen kommen und weshalb sie chronisch werden. Diese Neugier brachte sie bis nach Australien, wo sie Neurowissenschaften studierte. Heute verfolgt sie als Schmerzwissenschaftlerin ihre Mission in Oxford weiter: «Wir entschlüsseln die Mechanismen von Nervenschmerzen und entwickeln neue und wirksame Therapien.» Die Universität von Oxford erinnert mit ihren historischen, altehrwürdigen Gebäuden an «Hogwarts» aus Harry Potter, sagt Annina Schmid: «Die Studierenden tragen zum Mittagessen schwarze lange Übermäntel. Es ist eine uralte…
Elise Till – Die Clownin aus Ilpendam
ÉcoutéElise Till ist in Otelfingen (ZH) aufgewachsen und heute in Holland zu Hause. Die Lehrerin unterrichtet in Amsterdam an einer Grundschule und macht gerade eine Ausbildung zur Clownin: «Es berührt mich jedes Mal, wenn ich jemandem ein Lächeln schenken kann.» Elise Till stammt aus Otelfingen (ZH), hat aber holländische Wurzeln. Ihre Mutter ist Niederländerin. Vor 27 Jahren zog Elise zurück zu ihren Wurzeln und lebt heute mit ihrer Familie im kleinen Dorf Ilpendam bei Amsterdam. In Amsterdam arbeitet sie als Lehrerin an einer Grundschule, in der viele Nationalitäten aufeinandertreffen. Diese Vielfalt schätzt sie besonders: «Ich lerne hier jeden Tag so viel über unterschiedliche Kulturen.» Als eines ihrer Kinder im Spital war, traf Elise dort einen Spitalclown. Diese Begegnung berührte sie so sehr, dass sie heute selbst eine Ausbildung zur Clownin macht. Der Schweiz bleibt sie eng verbunden. Als Präsidentin des Schweizer Clubs organisiert sie Begegnungen und sorgt dafür, immer wieder Schweizerdeutsch zu…
Massimo Biondi in Tokio
ÉcoutéSeit zwanzig Jahren lebt Massimo Biondi im Herzen der japanischen Hauptstadt Tokio. Mit seiner Frau Natsue wohnt er in einem traditionellen Quartier und pendelt zwischen IT-Job, Schauspielrollen und seinem Amt als Präsident des Schweizer Clubs. Massimo Biondi hat sich in Tokio ein Leben aufgebaut, das abwechslungsreicher kaum sein könnte. Der 54-jährige Zürcher arbeitet als IT-Spezialist, steht aber immer wieder auch als Schauspieler vor der Kamera und spielte bereits in verschiedenen japanischen Produktionen mit. Gemeinsam mit seiner Frau Natsue lebt er im Herzen der Millionenstadt. In einem Viertel, das bis heute seinen traditionellen Charme bewahrt. Und als Präsident des Schweizer Clubs in Tokio, pflegt er zudem die Verbindung zur Heimat: «Wir haben einmal im Monat unseren Stammtisch. Es tut gut, sich mit Menschen aus demselben Kulturkreis auszutauschen.» Besonders fasziniert Massimo Biondi die kulinarische Vielfalt in Japan. In Tokio gibt es über 100'000 Restaurants von Sushi Bars bis zum Italiener…
Mirjam Zehnder – Volleyball Scout in Südschweden
ÉcoutéDie Bernerin Mirjam Zehnder lebt seit 2018 in Südschweden und hat sich dort als Volleyball-Scout einen Namen gemacht. Für die Volleyballmannschaft von Lund analysiert sie Spiele und schreibt Statistiken. Daneben engagiert sie sich seit vielen Jahren mit Herzblut für ein Kinderhilfswerk in Äthiopien. Mirjam Zehnder ist auf einem Bauernhof in Eriswil (BE) aufgewachsen. Seit 2018 lebt sie in der Stadt Lund im Süden von Schweden. Eine lebendige Studentenstadt nahe Malmö. Dort arbeitet sie als Scout im Trainerteam des Volleyballclubs von Lund. Bereits seit sie zwölf Jahre alt ist, spielt Mirjam mit Leidenschaft Volleyball und hat im schwedischen Volleyballverband längst einen festen Platz gefunden. Als Scout analysiert sie Spiele, Spielerinnen und gegnerische Teams: «Ich zeichne Ballkontakte auf, führe detaillierte Statistiken darüber, was auf dem Spielfeld passiert, und erstelle Videoanalysen für taktische Entscheidungen.» Nach ihrem Bachelor in Germanistik und Politikwissenschaften in Bern und einem…
Vom Jazzstudio in Ostermundigen auf die grosse Tanzbühne
ÉcoutéGeorgia Begbie ist in Ittigen (BE) aufgewachsen, hat irisch-schottische Wurzeln und lebt heute als Profitänzerin in Mannheim. Beim Tanzfestival «Steps» steht sie dieses Jahr erstmals selbst auf der Bühne. Ein lang gehegter Traum. Die 31-jährige Georgia Begbie entdeckte das Tanzen mit vierzehn Jahren. Nach ersten Jazzdance-Stunden in Ostermundigen führte sie ihr Weg nach Dublin und später an die renommierte Fontys-Tanzschule in Tilburg in den Niederlanden. Dort fand sie ihre künstlerische Heimat im zeitgenössischen Tanz: «Ich habe relativ spät mit dem Tanzen begonnen, aber ich wusste von Anfang an, ich will Tänzerin werden.» Dieses Jahr tritt sie erstmals beim renommierten Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps auf. Mit der belgischen Dance Company «Circumstances» und dem Stück «Beyond». Ein besonderer Moment in ihrer tänzerischen Laufbahn: «Früher sass ich im Publikum, heute darf ich mein Können auf der Bühne zeigen.» «Mannheim wirkt industriell aber dahinter pulsiert eine lebendige Subkultur.» Seit sieben…
Christine Grieder in Neuseeland – Leben wie vor 100 Jahren
ÉcoutéIn Wakefield auf Neuseelands Südinsel hat die Baselbieterin Christine Grieder ein kleines Freilichtmuseum geschaffen, das an Pionierzeiten erinnert. Zwischen historischen Gebäuden pflegt sie einen üppigen Garten und züchtet Monarch-Schmetterlinge. Christine Grieder wanderte vor 34 Jahren von Sissach (BL) nach Neuseeland aus. In Willow Bank bei Wakefield baute sie auf ihrem Grundstück über die Jahre ein kleines Dorf auf, das die Zeit vor über hundert Jahren lebendig macht. Mit Bäckerei, Post, alter Kirche und Cottages, in denen Gäste sogar übernachten können. «Es kommen auch viele Schulklassen zu Besuch und versetzen sich in die damalige Zeit.» Christine selbst lebt in einem historischen Haus aus dem Jahr 1879. Früher etablierte sie sich als Antiquitätenhändlerin und verschiffte 18 Container voller Möbel und anderer europäischer Stücke nach Neuseeland: «Dann kam das digitale Zeitalter mit Onlineplattformen.» Viele dieser antiken Gegenstände finden heute ihren Platz im Freilichtmuseum Willow Bank. Dank…
Richy Hafner und Family – Liebe Grüsse vom anderen Ende der Welt
ÉcoutéRichy Hafner ist mit seiner Familie nach Wellington ausgewandert in Neuseelands Filmhochburg, wo Filme wie «Herr der Ringe» und «Avatar» entstanden. Jetzt will der Filmemacher aus Horgen (ZH) dort Fuss fassen. Richy Hafner ist Filmemacher, Storyteller und Regisseur. Der 51-Jährige hat letzten Oktober mit seiner Familie den Zürichsee gegen die windige Hauptstadt Neuseelands getauscht. Wellington gilt als Zentrum der neuseeländischen Filmindustrie. Die spektakuläre Natur dient als Kulisse für Grossproduktionen wie «Herr der Ringe» und in den Filmstudios entstehen Blockbuster wie «Avatar». Regisseur James Cameron liess sich sogar einbürgern und ist jetzt ein Neuseeländer. Genau hier im kreativen Schmelztiegel der Hauptstadt will Richy als Filmemacher Fuss fassen und seine neue Chance nutzen: «Die Filmindustrie ist hier viel offener und neugieriger für Ideen.» Haus am Meer Richy und Carly Hafner leben mit ihren beiden Kindern Riley und Jonah in Eastbourne, einem kleinen Vorort in der Bucht von Wellington. Ihr…
Urs und Minda Grünig – Freiheit auf vier Rädern
ÉcoutéSeit acht Jahren leben Urs und Minda Grünig ohne feste Adresse in ihrem kleinen VW-Bus mit Anhänger und Motorrad. Zwischen Tasmanien und dem australischen Festland erleben sie Natur, Freiheit und pures Abenteuer. Der Berner Urs Grünig, einst selbständiger Kameramann und Cutter für Film- und Fernseh- Produktionen, kehrte nach Jahren in Australien zurück in die Schweiz. Doch vor acht Jahren, zog es ihn erneut nach Down Under. Mit 70 lebt er heute zusammen mit seiner Frau Minda als moderner Nomade im VW-Bus. Besitz verkauft, Adresse aufgegeben, Freiheit gewonnen. «Warum soll ich im Alter in einer Wohnung sitzen und Däumchen drehen. Der VW-Bus ist unsere Altersresidenz auf vier Rädern», sagt Urs Grünig. Das Leben in der Freiheit sei immer wieder aufs Neue ein Abenteuer: «Jeder Tag ist anders, wir treffen auf die verschiedensten Menschen und erleben Momente, die man nie vergisst!» Tasmanien als Homebase Urs und Minda Grünig pendeln regelmässig zwischen dem australischen Festland und Tasmanien. Tasmanien sei ihre…
Urs Gysin lebt in einem Schleusenwärter-Haus im Burgund
ÉcoutéSeit 15 Jahren wohnt der Basler Urs Gysin im Schleusenwärterhaus Nr. 34S am Canal de Bourgogne. Zwischen vorbeiziehenden Hausbooten erfüllt er sich nach der Pensionierung einen Traum: Ein Leben am Wasser, das ihn seit Jahren unterwegs als Freizeitkapitän auf Europas Binnengewässern fasziniert. Als Urs Gysin vor rund 17 Jahren das verlassene Schleusenwärterhaus Nr. 34S in Gissey-sur-Ouche entdeckte, wusste er sofort: Hier beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Das Haus am Canal de Bourgogne, nur 25 Kilometer südlich von Dijon, stand damals leer, heute ist es sein Lebensmittelpunkt. Mit viel Geduld konnte er die Behörden von seinem Projekt überzeugen und hat mit handwerklichem Geschick das Schleusenwärterhaus renoviert und zu neuem Leben erweckt. Der frühere Werber ist seit jeher von der Binnenschifffahrt begeistert und befuhr praktisch alle schiffbaren Flüsse und Kanäle in unserem westlichen Nachbarland: «Die Wasserstrassen kenne ich wie andere Strassenkarten. Jede Schleuse, jede Abzweigung, jede Passage.» Viele…
Die Welt mit eigenen Augen sehen – Franz und Pia unterwegs
ÉcoutéSeit bald anderthalb Jahren reisen Franz und Pia Feldmann mit ihrem Wohnmobil-Truck um die Welt. «Wir nehmen jeden Tag, wie er kommt, haben keinen genauen Plan», so Franz. Die Spontanität gebe viel Freiheit. Momentan weilt das Paar im Oman im Südosten der arabischen Halbinsel. Franz und Pia Feldmann leben ihren Traum. Ihren Job als Lehrerin und Sportjournalist haben die beiden an den Nagel gehängt und entdecken die Welt. Seit September 2024 reisen die Abenteurer mit ihrem umgebauten Bundeswehr-Lastwagen um den Globus, so lange, wie es sich richtig anfühlt. Begonnen hat ihre Reise in Wangen (SZ): «Wir dachten, wir fahren mal Richtung Ostsee, mit der Idee, wieder heimzukehren und erste Reparaturen zu erledigen. Doch wir kamen noch nie zurück», sagt der ehemalige Oberstufenlehrer und Sportjournalist. Stattdessen fuhren sie quer durch Europa. Über Schweden und Finnland bis nach Griechenland, wo sie den Winter verbracht haben. Danach reisten die Glarner weiter nach Armenien und Georgien und schliesslich durch den…
Claudia Moustaquim – Aus Liebe nach Marokko
ÉcoutéClaudia Moustaquim aus Pfungen (ZH) hat ihr Leben neu aufgebaut fern der Schweiz, direkt am Atlantik. Gemeinsam mit ihrem Mann Mehdi lebt sie in Marokko, umgeben von Meer, Kultur und Gastfreundschaft. Seit fünf Jahren lebt Claudia Moustaquim mit ihrem Mann Mehdi in Marokko. Aktuell wohnt das Paar in Aglou, einer kleinen Ortschaft rund eineinhalb Stunden von der Hafenstadt Agadir entfernt. In ihrer Villa mit Meerblick bauen sie ihr Maison d'Hôtes auf – ein kleines, privat geführtes Gästehaus, in dem Begegnungen und Gastfreundschaft im Mittelpunkt stehen. «Wir lieben Menschen und möchten zurück zu den Wurzeln der Gastfreundschaft», sagt Claudia. Mehdi bringt jahrelange Erfahrung aus der Tourismusbranche mit: Als Tourguide kennt er Marokko in all seinen Facetten, er hat Rundreisen geleitet, Events organisiert und als Maître de Cabine bei einer Fluggesellschaft gearbeitet. Seine marokkanische Kochkunst und sein Insider-Wissen begeistern die Gäste. Claudia ist im Online-Marketing tätig, dieses Know-how nutzt sie…
Vom Radiomacher in Berlin zum Podcaster in Irland
ÉcoutéNicolas Kreutter machte in Berlin als Radiomoderator Karriere, war Entwickler von TV-Formaten und Kreativberater. Heute lebt der gebürtige Basler mit seiner Familie im Südosten von Irland, betreibt Deutschlands grössten Auswanderer-Podcast und geniesst die Ruhe fernab vom Grossstadtrummel. Achtzehn Jahre Berlin, acht davon als «DER SCHWEIZER» im härtesten Radiomarkt Europas. So kennt man Nicolas Kreutter. Vor vier Jahren zog der Basler mit seiner Familie in den Südosten Irlands. In einem hundertjährigen ehemaligen Farmhaus in New Ross, in der Grafschaft Wexford. Dort geniesst er die Ruhe und die atemberaubende Natur. Neben seiner Arbeit als Autor für Sender und Verlage ist er hauptsächlich Podcaster: Seit über fünf Jahren erzählt er inspirierende Geschichten von Menschen, die den Schritt ins Ausland gewagt haben: «Ich bin selbst zweimal ausgewandert und weiss, wie gross die Herausforderungen sind», sagt Nicolas. Hundertjähriges Farmhaus Das Haus der Familie Kreutter ist ein hundertjähriges irisches Farmhaus…
Von Kehrsatz ins tropische Paradies Costa Rica
ÉcoutéRuth und Andreas Perracini haben sich in Costa Rica ihren Lebenstraum erfüllt. Im Bergdorf Navarro del Socorro führen sie ein kleines Bed & Breakfast. Mitten in üppiger Natur und fest verankert in der Dorfgemeinschaft. Ruth und Andreas Perracini haben ihren Traum verwirklicht. Die Liebe zu Costa Rica begann 1996 in den Flitterwochen und liess sie nie mehr los. «Wir wussten von Anfang an, das ist unser Land, wo wir einmal leben möchten.» Nach unzähligen Reisen durch Costa Rica haben sie ihr Anwesen mit viel Umschwung im Bergdorf Navarro del Socorro, in der Provinz Cartago gefunden. Seit drei Jahren führt das Paar ein Bed & Breakfast mit schmucken Bungalows inmitten der Natur: «Wir haben mit viel Herzblut ein kleines Paradies erschaffen,» sagt Ruth Perracini: «Ich habe noch nie so eine üppige Vegetation und so viele Vogelarten, wie hier gesehen.» Soziales Engagement wichtig Ruth und Andreas Perracini engagieren sich auch ehrenamtlich in der Dorfgemeinde. Andreas hilft beim Müll einsammeln am Strassenrand, Ruth…
Candid Aeby lebt im abgelegenen Nordosten Thailands
ÉcoutéDer Zürcher Candid Aeby lebt seit sieben Jahren im thailändischen Ubon Ratchathani, unmittelbar an der kambodschanischen Grenze. Mit seiner Frau, der bekannten Sängerin Vacharaporn Somsuk, hat er sich ein neues Leben zwischen Musik, Alltag und Familienkultur aufgebaut. Candid Aeby aus Zürich hat sein Leben in den Nordosten Thailands verlegt. In der Provinz Ubon Ratchathani, nahe der kambodschanischen Grenze, lebt er mit seiner Frau Vacharaporn Somsuk, einer in Nordost Thailand bekannten Sängerin. Kennengelernt haben sich die beiden in Bangkok: «Ich begleite sie oft auf ihren Konzert Tourneen quer durch Thailand.» Abseits der Öffentlichkeit lebt das Paar bewusst zurückgezogen. Sie bewohnen ein grosses Haus mit Garten, in dem Papayas, Mangos und Bananen wachsen. Zwei Fischteiche gehören ebenfalls dazu. Der ehemalige IT-Spezialist schätzt die ruhige Lebensweise und die familiäre Verbundenheit: «Die Warmherzigkeit der Menschen und die Kultur beeindrucken mich bis heute.» Die Region ist geprägt von Mischwäldern,…
Barbara Gerber: «Der Bauchtanz brachte mich nach Kairo»
ÉcoutéSeit 2007 lebt Barbara El Nimra Gerber in Kairo, wo sie Bauchtanz und Kunst frei auslebt und ihre neue Heimat sie täglich inspiriert. El-Nimra bedeutet «Kleiner Tiger», sagt die 72-Jährige: «Der Name passt zu mir, ich war schon immer eine Kämpferin!» Als Barbara Gerber 2007 in ein altes Stadtviertel von Kairo zog, fand sie endlich den Raum, den sie suchte. Einen Ort, an dem sie sich ganz ihrer Kunst widmen konnte. Seit 1993 prägt der Bauchtanz ihr Leben, später kamen Malerei und das kunstvolle Verarbeiten von Materialien aus den Basaren hinzu. Bevor sie in Ägypten heimisch wurde, reiste sie durch Europa, lebte in Nidau am Bielersee und wurde erst sesshaft, als ihre Kinder zur Schule gingen. Doch als diese ausflogen, kehrte das Gefühl der Enge zurück. «Es hat mich fast erdrückt», sagt sie. Auf der Suche nach authentischem ägyptischem Bauchtanz führte ihr Weg sie nach Kairo, wo sie sich sofort willkommen fühlte und sogar eine Wohnung angeboten bekam. Für Ausländer ein seltenes Privileg: «Hier fühle ich mich…
Vom Polygrafen zum Hightech-Unternehmer in Schweden
ÉcoutéRafael Mosberger aus Luzern lebt seit fünfzehn Jahren in Schweden. Mit seinem Startup entwickelt er Sensoren und Software für mobile Maschinen, die autonom in Minen und Tunneln fahren und Menschen vor gefährlicher Arbeit schützen. Die ETH-Lausanne führte Rafael Mosberger damals nach Schweden. Heute lebt er in Örebro: «Eigentlich wollte ich nur sechs Monate bleiben und in Schweden meine Masterarbeit schreiben.» Aus der Forschung an der Universität entstand die Idee für ein eigenes Unternehmen. Gemeinsam mit Kollegen gründete Rafael Mosberger ein Robotik-Startup, das Sensorsysteme und Navigierungssoftware für autonome Maschinen entwickelt. Viele dieser Fahrzeuge bewegen sich selbstständig durch grosse, weitläufige Untergrundminen ohne Fahrer und ohne Risiko für Menschen. Die Sensorik liefert die Daten, damit die Maschinen sicher und präzise arbeiten können. Rafael Mosberger lebt mit seiner Partnerin im Zentrum von Örebro. Die Stadt mit rund 160'000 Einwohnern, liegt zwei Stunden westlich von Stockholm.…
Meret Räber in Chile – Wo die Anden den Himmel berühren
ÉcoutéMeret Räber lebt mit ihrem Mann Bernardo im Rio Hurtado Tal im Norden von Chile. In Seron betreiben die beiden ihre eigene grosse Farm. Mit Pferden führen sie Gäste durch die wilde Landschaft der Anden und lassen sie die chilenische Kultur hautnah erleben. Aufgewachsen in Oberburg im Kanton Bern, entdeckte Meret Räber in Südamerika ihre zweite Heimat. Nach Stationen in Argentinien, Ecuador und Chile entschied sie sich, ihr Leben den Anden zu widmen. Meret Räber kennt das Rio Hurtado Tal schon seit vielen Jahren. 2009 war sie Touren-Guide auf einer Hazienda im Tal und machte auch Führungen in der zur Anlage gehörenden Sternwarte. Im Rio Hurtado Tal befinden sich zahlreiche bedeutende Sternwarten: «Der Norden Chiles ist weltbekannt für seinen klaren Sternenhimmel.» Bei der Arbeit lernte sie damals ihren chilenischen Mann Bernardo kennen, mit dem sie nach der Heirat ihr eigenes Projekt startete. Meret und Bernardo – Ein starkes Team Meret Räber und ihr Mann Bernardo Rojas haben im Rio Hurtado Tal, im Dorf…
Marvin Guggisberg – Vom Tösstal nach Singapur
ÉcoutéVom Tösstal in die Welt: Marvin Guggisberg lebt in der Millionenmetropole Singapur und bringt als HR-Manager der Lufthansa Group Menschen zusammen und ein Stück Schweiz nach Südostasien. Seit Anfang des Jahres arbeitet Marvin Guggisberg für die Lufthansa Group in Singapur und rekrutiert als HR-Manager Personal, treibt Transformationsprojekte voran und ist für die Personalentwicklung verantwortlich: «Internationale Teams bringen Vielfalt und genau das macht die Zusammenarbeit so spannend.» Singapur fasziniert mit seiner Skyline, seiner Mischung aus Moderne und Natur und der Vielfalt an Kulturen: «Ich war neugierig und wollte meinen Horizont erweitern», sagt Marvin. In der multikulturellen Metropole trifft er täglich auf Menschen aus aller Welt: «In Singapur kommt keine Langeweile auf. Die Stadt hält täglich neue Überraschungen bereit.»
Von Guttannen nach Cartagena – Ursula Schläppi in Kolumbien
ÉcoutéSeit 15 Jahren lebt Ursula Schläppi in der Hafenstadt Cartagena in Kolumbien. Als Direktorin einer gemeinnützigen Organisation setzt sie sich für Kinder und Erwachsene mit kognitiven und mehrfachen Behinderungen ein. Mitten in einer Stadt, in der die soziale Kluft besonders sichtbar ist. Vor 19 Jahren entdeckte Ursula Schläppi ein Stelleninserat, in dem eine Fachperson gesucht wurde, um die heilpädagogische Früherziehung in einem Zentrum in Cartagena, Kolumbien, aufzubauen: «Ich kannte die Stadt von einer früheren Reise und habe mich auf das Inserat gemeldet.» Am Anfang waren es jeweils ein paar Monate, daraus wurden viele Jahre. Ursula Schläppi hat das Zentrum mit viel Herzblut mit aufgebaut. Mittlerweile werden dort über 1400 Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen betreut, gefördert und geschult. Besonders wichtig sei die Arbeit mit den Familien: «Wir bilden Mütter aus, damit sie ihren Kindern im Alltag Unterstützung in deren Entwicklung geben können.» Gemeinsam mit ihrem Team…
Serge Policky in Florida – Alligatoren sind seine Nachbarn
ÉcoutéSeit vier Jahren lebt der Basler Serge Policky in der kleinen Gemeinde Loxahatchee im Palm Beach County, Florida. Mitten im Naturschutzgebiet kaufte sich der 59-Jährige ein Haus mit viel Umschwung. Umgeben von Pferden und Kühen. Ab und zu lassen sich auch Alligatoren und Schildkröten blicken. Serge Policky hat eine bewegte Karriere hinter sich. Der Basler war viele Jahre Radiomacher mit Herzblut, hatte sein eigenes Schreibbüro und arbeitete für eine amerikanische Fernsehproduktionsfirma in Virginia. Zurück in der Schweiz bildete er sich zum Fitness Instruktor und Hypnosetherapeuten aus. Weil er in der Schweiz keine Familie mehr hat, zog es Serge Policky vor vier Jahren zu seiner Schwester nach Florida: «Meine Schwester lebt schon dreissig Jahre hier. Zudem sind ältere Menschen in Amerika auf dem Arbeitsmarkt sehr willkommen.» Heute führt der 59-Jährige mit Erfolg sein eigenes Gesundheitszentrum in Boca Raton, Palm Beach County. Jede Woche 800 Kilometer Pendeln In Amerika ist es normal, lange Strecken mit dem…
Alexandra Toftmark – Seeretterin und Deutschlehrerin in Schweden
ÉcoutéAlexandra Toftmark lebt ihren Traum in Schweden. Die Bernerin hat ihre Karriere als Rechtsanwältin für die Liebe eingetauscht und ist vor zwei Jahren nach Schweden gezogen. Mit ihrem schwedischen Mann lebt sie in der kleinen Stadt Ulricehamn und engagiert sich mit Herzblut als Seeretterin. Schon als kleines Mädchen träumte Alexandra Toftmark davon, irgendwann Mal nach Schweden auszuwandern. Inspiriert wurde sie von Astrid Lindgrens Kinderserie «Wir Kinder aus Bullerbü»: «Ich war fasziniert von den Kindern, die ihre langen Sommerferien auf dem idyllischen Land verbringen.» Nach ihrem Jurastudium an der Universität Bern machte Alexandra Karriere bei der Berner und Stadtzürcher Polizei – doch Schweden blieb stets in ihrem Herzen. Sie lernte die Sprache, reiste immer wieder quer durch Skandinavien und vertiefte ihre Verbindung zum Norden. Ihren schwedischen Mann Anders lernte sie bei einem Besuch bei Schweizer Freunden kennen, die ein Ferienhaus in Varberg besitzen. «Er war ihr Nachbar und ein guter Freund.» Vor…
Claudio Schibli - Direktor eines Luxushotels in Vietnam
ÉcoutéVon der Lehre im Service zum Hoteldirektor eines Fünf-Sterne-Ressorts in Vietnam. Die Karriere von Claudio Schibli führt steil nach oben. Seit 18 Jahren lebt der Aargauer in Asien und kennt die Hotelbranche in der asiatischen Kultur durch und durch. Claudio Schibli aus Dottiken (AG) hat sich in Vietnam seinen Traum verwirklicht. Auf der Insel Phu Quoc führt der 47-Jährige seit über sechs Jahren ein Luxushotel mit über siebenhundert Zimmern. Claudio Schibli absolvierte die Hotelfachschule Belvoirpark in Zürich und wagte 2008 den Schritt nach Asien. Seither arbeitet er in der Hotellerie und lernte, dass beruflicher Erfolg in Asien nicht nur Fachwissen ist, sondern auch kulturelles Feingefühl verlangt: «Die grösste Herausforderung war, lokale Gewohnheiten und Denkweisen zu verstehen und vor allem zu respektieren.» Risotto auf Vietnamesisch Claudio Schibli steht als Hoteldirektor an vorderster Front. Oft auch in der Küche. Dort bringt er seinen Köchen die europäische Esskultur näher: «Sie sind sehr offen, neues…
Adrian Favero – Politologe in der Studentenstadt Groningen
ÉcoutéAdrian Favero lebt mit seiner Familie seit vier Jahren in der niederländischen Studentenstadt Groningen. Der Professor für Politik und Gesellschaft unterrichtet an der Universität Groningen und hat eine Forschungsarbeit zur Wahlbeteiligung von Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern verfasst. Adrian Favero lebte zuvor in Krakau und Edinburgh. Heute arbeitet der Thurgauer als Assistenz Professor für Europäische Politik und Gesellschaft an der Universität Groningen in den Niederlanden. Im Moment erforscht der 44-Jährige, ob und wie nationale politische Parteien Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer erreichen: «Diese Themen sind nicht nur von beruflichem Interesse, sondern interessieren mich als Auslandsschweizer aus dem Thurgau auch persönlich.» «Groningen ist wie Winterthur» Groningen sei Winterthur sehr ähnlich, sagt Adrian Favero: «Es ist keine kleine Stadt aber auch nicht das Zentrum der Welt.» Mit den Einheimischen sei man auf Augenhöhe: «Die Niederländer ticken ähnlich wie die Schweizer: Zuerst…
Anna Abla in Fayoum – Ägyptens Oase grösser als der Bodensee
ÉcoutéDie Emmentalerin Anna Abla lebt mit ihrer Familie in der ägyptischen Oase Fayoum direkt an einem See, der grösser ist als der Bodensee. In kleinen Dorf Tunis Village betreiben sie ein renommiertes Kunstzentrum und Museum inmitten in der ägyptischen Wüste. Die 39-jährige Anna Abla aus Eriswil (BE) ist Pädagogin und Kleinkinderzieherin. Vor Jahren zog es die Emmentalerin nach Kairo, wo sie beim Aufbau eines mehrsprachigen Kindergartens mithalf. Die Schulleiterin nahm Anna damals spontan mit auf einen Ausflug in die Oase Fayoum, nach Tunis Village. Dort lernte Anna den Künstler und Filmemacher Ibrahim kennen. Eine Begegnung die ihr Leben veränderte: «Sein Vater ist ein berühmter Künstler in Ägypten.» Heute führt die ganze Familie das bekannte «Fayoum Art Center.» Ein Kunstzentrum, das sich unter anderem auf die Kunst der Karikatur spezialisiert hat und sich in der Nähe der historischen Stätten Ägyptens befindet. Anna leitet ein Kinderatelier, in dem die Jüngsten die Welt der Kunst entdecken können. Tunis…